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Niedrigster Wert aller Zeiten / Zahl der Verletzten und Unfälle sinkt nur gering
Unfallstatistik 2005: Hochrechnung erwartet 5.400 Tote
5.400 Getötete würden nur noch einem Viertel der Todesopfer aus dem Jahr 1970 entsprechen, als die Zahl ihren absoluten Höhepunkt erreichte. Noch eindrucksvoller wird die Tendenz, wenn man bedenkt, dass seit dem der Fahrzeugbestand auf fast das Dreifache gestiegen ist.
Bei den Verletzten rechnen die Statistiker mit einem Rückgang um ein Prozent auf etwa 434.000 Menschen. Etwa in gleichem Maße werden auch die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle (auf etwa 2,2 Millionen) und die der Unfälle mit Personenschaden (auf ca. 337.000) zurückgehen.
Doch stellenweise hat auch die diesjährige Statistik ihre Schattenseiten, selbst in der Tendenz: Die Zahl der getöteten Kinder wird nach fünf Jahren und dem starken Rückgang im Vorjahr erstmals wieder steigen. Bis August 2005 kamen bei Straßenverkehrsunfällen 118 Kinder ums Leben, fast ein Fünftel mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei hat sich insbesondere die Zahl der getöteten Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, um 14 auf 30 fast verdoppelt.
Deutlich zurückgegangen ist dagegen die Zahl der getöteten 18 bis 21-Jährigen. Waren es in den ersten acht Monaten letzten Jahres 442 junge Erwachsene, so ist die Zahl im gleichen Zeitraum dieses Jahres um ein Fünftel auf 353 gesunken. Bei den über 65-Jährigen ist die Zahl der tödlich Verletzten um 1,2% ebenfalls zurückgegangen, aber es kamen mehr ältere Menschen mit dem Fahrrad (+ 21%) oder dem Motorrad (+ 14%) ums Leben. Dagegen wurden weniger Senioren als Fußgänger oder Pkw-Insasse getötet.
Im Unterschied zum Vorjahr werden in diesem Jahr die Getötetenzahlen auf Bundes- oder Landesstraßen im Verhältnis stärker abnehmen als auf Bundesautobahnen. Weniger Unfälle als 2004 werden durch überhöhte Geschwindigkeit oder Nichtbeachten der Vorfahrt verursacht. Ebenso werden Unfälle unter Alkoholeinfluss auch 2004 weiter abnehmen.











