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90 Prozent der Selbstzünder bei 20.000 Kilometern p.a. günstiger
ADAC-Kostenvergleich: Dieselmodelle schlagen Benziner
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| Benziner vs. Diesel: | Volkswagen |
| Günstiger ist meist der Selbstzünder | |
Grund dafür ist einerseits der verstärkte serienmäßige Einbau von Rußpartikelfiltern, mit dem die Restwertprognose steigt. Andererseits trifft das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Kraftstoffpreisniveau die Benzinmodelle wegen ihres Mehrverbrauchs deutlich härter. Positive Folge für den Diesel: Der Anteil der Modelle, die schon bei 10.000 Kilometern im Jahr gegenüber einem vergleichbaren Benziner die günstigere Variante sind, hat sich auf rund 35 Prozent erhöht.
Doch nicht immer fährt man mit einem Diesel günstiger als mit einem Benziner: In fünf Prozent der Fälle rechnet sich der Selbstzünder gegenüber dem vergleichbaren Benziner noch nicht einmal bei 30.000 Kilometern pro Jahr.
Zu den Siegern gehören u.a. Mercedes E 220 CDI T-Modell, Volvo V50 2,0D, Ford Mondeo 2,2 TDCi, Peugeot 607 HDi 205, Volvo S60 D5, Toyota Avensis 2,2 D-CAT, BMW 520d und VW Phaeton V6 TDI, unabhängig von der Fahrleistung. Am anderen Ende der Liste stehen unter anderem Chrysler PT Cruiser 2,2 CRD, Skoda Fabia Combi 1,9 SDI, Renault Modus 1,5 dCi, Mercedes S 400 CDI (W 220), Audi A4 2,5 TDI, Opel Astra Cabrio 2,2 DTI, BMW 745d und die V10 TDI-Modelle von VW Phaeton und Touareg.
Grundlage des Kostenvergleichs waren Anschaffungspreis, Wertverlust, Kraftstoff- und Werkstattkosten sowie Verbrauch und Steuer sowie die Versicherungsprämien. Berechnet wurden auf dieser Basis die Gesamtkosten pro Kilometer bei einer Haltedauer von vier Jahren und einer jährlichen Laufleistung von 10.000, 15.000, 20.000 und 30.000 Kilometern. Die genaue Aufstellung mit methodischen Hinweisen kann auf der ADAC-Website als pdf-Dokument heruntergeladen werden, der Bereich ist auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.
Im Oktober stieg der Anteil der Selbstzünder bei den Pkw-Neuzulassungen wieder auf gut 44 Prozent. Der Gesamtanteil der derzeit rund neun Millionen Dieselautos in Deutschland beträgt jedoch nur etwa 20 Prozent.
Letztlich kauft man ein Auto nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die eingangs gestellte und in vielen Diskussionen immer zu hörende Frage, die impliziert, der Diesel sei die schlechtere Antriebstechnik, könnte natürlich auch umgekehrt gestellt werden. Nicht wenige Dieselmotoren sind ihren Benziner-Pendants überlegen, etwa in punkto Drehmoment und Fahrleistungen.












