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Abverkauf von Bestandsmodellen
VW beendet ID.4-Produktion in Amerika

Volkswagen
ID.4 im US-Werk Chattanooga
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Das Werk werde seinen Schwerpunkt auf Modelle mit höherem Absatzvolumen verlagern, um nachhaltiges Wachstum in Nordamerika zu fördern, so Volkswagen. Im Mittelpunkt steht die Markteinführung des komplett neuen Atlas der zweiten Generation für das Modelljahr 2027. Dessen Produktion startet jedoch erst in diesem Sommer.
Der Autobauer prüft eigenen Angaben zufolge "verschiedene Möglichkeiten zur Einführung potenzieller neuer Produkte", die speziell auf die Bedürfnisse der US-amerikanischen Verbraucher zugeschnitten seien und dem neuen Fokus auf Fahrzeuge mit hohem Absatzvolumen entsprächen. Eine "zukünftige Version des ID.4" sei derzeit für den nordamerikanischen Markt geplant, heißt es nebulös. Das könnte bedeuten, dass das anstehende große ID.4-Facelift, von dem noch unklar ist, ob es als ID.4, ID.4 Neo oder ID.Tiguan erscheinen wird, künftig in die USA importiert wird, sofern es die politischen Rahmenbedingungen zulassen.
"Das Werk in Chattanooga war und bleibt ein Eckpfeiler der Strategie von Volkswagen in den Vereinigten Staaten", sagte Kjell Gruner, Präsident und CEO der Volkswagen Group of America, laut Mitteilung. "Diese strategische Neuausrichtung unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Chattanooga und seine Mitarbeiter, während wir das Werk für langfristigen Erfolg und zukünftige Produktmöglichkeiten positionieren."
Die Mitarbeiter hat VW erst heute, also wenige Tage vor dem Produktionsende, informiert. ID.4-Werker sollen auf andere Positionen innerhalb des Werks versetzt werden – aber offenbar nicht alle, denn der Autobauer ergänzt insoweit ein "nach Betriebszugehörigkeit und in Absprache mit der örtlichen Gewerkschaft". Auch ein "spezielles Vorruhestandsprogramm" soll angeboten werden.
Die ersten ID.4 waren im Juli 2022 in Chattanooga vom Band gerollt. Auch dafür hatte das Werk im Jahr 2022 über 1.000 Mitarbeiter neu eingestellt.
