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In sieben Monaten nur 200 Prüfungen in Süddeutschland
Kaum Bewerber für Führerscheinklasse S
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| Bisher kein Boom: | ADAC |
| Neuer Führerschein für Quads & Co. | |
Nur 200 Prüflinge haben sich laut TÜV SÜD bis August in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern (23 Mio. Einwohner) für die neue Führerscheinklasse beworben. Im gleichen Zeitraum hatten sich in den beiden Bundesländern fast 8.000 Menschen zur Traktor-Prüfung (Klassen L und T) angemeldet.
Direkt vergleichbar sind die Klasse S und die Klasse L für kleinere, langsamere Traktoren: Beide Klassen sind im Auto-Führerschein (Klasse B) enthalten, beide Klassen sind daher besonders für 16jährige interessant - aber den "kleinen Traktorschein" wollten 3.600 junge Bewerber in der Tasche haben. Statistisch ausgedrückt: Von 19 Jugendlichen will einer aufs Quad, die 18 anderen setzen sich viel lieber auf einen Traktor, der höchstens 32 km/h schnell ist.
Die Klasse L enthält allerdings im Gegensatz zur Klasse S keine praktische Prüfung, und Traktoren oder Arbeitsmaschinen dienen den jungen Fahrern nicht als Spaßmobile - der Führerschein wird vielmehr meist im Rahmen einer Ausbildung oder zur Mithilfe im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb erworben.
Die "S-Klasse" berechtigt Jugendliche ab 16 Jahren zum Fahren von Trikes und vierrädrigenn "Leichtkraftfahrzeugen", z.B. Quads und PS-gedrosselten Miniautos. Die Gefährte dürfen nicht schneller als 45 km/h fahren, mit Benzinmotor höchstens 50 Kubikzentimeter Hubraum, mit anderen Motoren eine maximale Leistung von nicht mehr als 5,5 PS aufweisen. Die vierrädrigen Leichtkraftfahrzeuge dürfen zudem nicht mehr als 350 Kilogramm Leergewicht auf die Waage bringen. Für die Klasse S ist eine Ausbildung mit theoretischem (14 Doppelstunden) und praktischem Teil sowie einer abschließenden Prüfung zu absolvieren.












