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ADAC: 300.000 Pkw in Deutschland betroffen
Verkehrsfunk: ARI-Signal ist abgeschaltet
ARI hieß das System, und vor dreißig Jahren stand die Abkürzung auch noch nicht für eine "hippe" englische Bezeichnung, sondern schlicht für "Autofahrer Rundfunk Information". Kürzlich haben die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARI nun abgeschaltet. Der Grund: Seit mehr als zehn Jahren werden keine ARI-Radios mehr gebaut, da die Technik inzwischen durch das digitale RDS (Radio Data System) ersetzt wurde.
RDS ermöglicht nicht nur die Anzeige von Sendernamen im Klartext, die Auswahl von Sendern nach ihrem Genre und die automatische Suche nach Verkehrsfunksendern, sondern auch die selbstständige Auswahl alternativer Frequenzen, wenn sich der Empfang unterwegs verschlechtert. RDS-Geräte können nicht zuletzt auch dann Verkehrsfunk-Infos alternativer Sender einblenden, wenn man gerade ein Programm hört, das solche gar nicht oder nur für regional ausstrahlt.
Nach Schätzungen des ADAC sind in Deutschland noch mindestens 300.000 Fahrzeuge unterwegs, die mit der veralteten ARI-Technik ausgestattet sind. Spätestens bei der nächsten Urlaubsreise werden Fahrer dieser Autos feststellen, dass das Radio trotz Aktivierung des automatischen Senderdurchlaufs keinen Verkehrsfunksender finden kann. Nachdem im vergangenen Jahr in den meisten Bundesländern auch die Verkehrsfunkschilder an den Autobahnen entfernt wurden, hätten Autofahrer mit ARI-Geräten oft keine Möglichkeit mehr, Staunachrichten zuverlässig zu empfangen, warnt der Club.
Das alles ist allerdings tatsächlich nicht so tragisch, wie der ADAC zu vermitteln sucht: 300.000 Autos wären gerade einmal rund 0,5 Prozent des Pkw-Bestands in Deutschland, und man darf annehmen, dass ARI-Radios insbesondere noch in Old- und Youngtimern zu finden sind - aus Originalitätsgründen oft durchaus bewusst.











