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Kleine Stufenheck-Limousine für Schwellenmärkte
Das 5.000-Euro-Auto: Renault/Dacia Logan
Ist es eigentlich heute noch möglich, ein Auto für 5.000 Euro zu bauen? Ja, verspricht Renault seit einiger Zeit, und hat das Versprechen nun auch eingelöst. Die Stufenhecklimousine, die die Franzosen jetzt vorgestellt haben, wird allerdings in Deutschland und anderen westeuropäischen Märkten nicht zu haben sein, und sie hätte wohl auch kaum Chancen auf ansehnliche Absatzzahlen. Ganz anders ist das in den Ländern des Mittleren Ostens, in Nordafrika, Osteuropa und in Südamerika, für die das Modell konzipiert ist.
Innerhalb der nächsten sechs Jahre soll die Produktion kontinuierlich auf jährlich 700.000 Einheiten steigen und damit entscheidend zu dem Ziel des Renault-Konzerns beitragen, im Jahr 2010 insgesamt vier Millionen Fahrzeuge zu produzieren. Nach der Markteinführung im Herbst 2004 in Osteuropa wird der Logan in den zentraleuropäischen EU-Beitrittsstaaten, in der Türkei und ab 2005 in Russland vertrieben. In Mitteleuropa, der Türkei, im Maghreb, im Mittleren Osten und in Afrika kommt der Viertürer unter dem Markennamen Dacia in die Verkaufsräume, während in Russland und im Iran direkt der Renault-Rhombus den Kofferraumdeckel zieren wird.
Insgesamt soll der "Billigheimer" an fünf Standorten produziert werden. Nach dem Start in Rumänien ist für 2005 die Montage in Russland, Marokko und Kolumbien vorgesehen, ab 2006 im Iran. Die Standorte Russland, Marokko und Iran montieren angelieferte Bausätze, von denen die rumänische Fertigungsstätte jährlich 150.000 produziert.
Der Logan ist auf die anspruchsvollen klimatischen Bedingungen sowie oft schlechten Straßenverhältnisse in den Absatzländern abgestimmt und auch darauf, oft voll beladen zu werden. Ab 2007 soll die Baureihe um einen Kombi und einen Pick-up ergänzt werden. Weitere Details zum Modell selbst hat Renault bisher nicht veröffentlicht.












