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Weniger US-Fokussierung / Mehr Gleichteile mit dem T5 / Produktion in Hannover
VW: Der Microbus kommt - spät und anders
Zwei Jahre sind seitdem vergangen, ohne dass etwas Neues zum Microbus aus Wolfsburg verlautet wäre. In der vergangenen Woche nun haben sich die VW-Verantwortlichen erneut getroffen und über das Projekt beraten. Die gute Nachricht dabei lautet im Gegensatz zu einigen Medienberichten: Der Microbus wird gebaut, und es bleibt auch beim Standort Hannover.
Allerdings soll das Konzept des Fahrzeugs noch einmal deutlich überarbeitet werden, um den Microbus nicht zu sehr auf den amerikanischen Markt auszurichten. Zur Begründung hieß es, eine alleinige Fokussierung auf den US-Markt hätte den Erfolg des Modells vor allem wegen der anhaltend ungünstigen Wechselkurs- und Marktverhältnisse in Frage gestellt. Aber natürlich geht es auch schlicht darum, die möglichen Stückzahlen zu steigern - der Microbus soll, etwa im Gegensatz zum New Beetle, der vor allem jenseits des Atlantik seine Freunde gefunden hat, in vielen Ländern ein Erfolg werden. Dazu kommt, dass die Zukunft des Sharan, mittlerweile bereits im zehnten Produktionsjahr und diverse Male geliftet - ungewiss ist: Der Microbus könnte hier, jedenfalls teilweise und vorübergehend, einspringen. Konkrete Angaben über die geplanten Änderungen waren nicht zu erhalten.
Wie der Vorstand außerdem entschieden hat, soll die technische Basis auf noch mehr Gleichteile mit dem T5 zurückgreifen als ursprünglich geplant gewesen war - die Wolfsburger müssen derzeit noch mehr als üblich auf die Rentabilität achten. Gleichzeitig wird die Markteinführung auf 2007 verschoben - über sieben Jahre nach der ersten Vorstellung. Festhalten will der Autobauer aber an den bisherigen Plänen, die Microbus-Produktion wie beim Touran auf Basis des seinerzeit hart errungenen Tarifmodells "5000 x 5000" zu starten. Weiterhin geht man insoweit von 1.500 neuen Arbeitsplätzen aus.












