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25 Meter langer Doppelgelenk-Vierachser mit Platz für 183 Personen
Dresden testet den längsten Bus der Welt
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| Van Hool AGG300 | Van Hool |
Während der rund sechswöchigen Testphase will der örtliche ÖPNV-Betreiber den Maxibus genau unter die Lupe nehmen, sowohl in punkto Wirtschaftlichkeit, Alltagstauglichkeit und Fahreigenschaften als auch im Hinblick auf die Akzeptanz bei den Fahrgästen. Als Fahrstrecke ist die Linie E61 Löbtau-Zwinglistraße vorgesehen, die in manchen Abschnitten die nachfragestärkste in Dresden ist: Hier nutzen innerhalb von 10 Minuten pro Richtung bis zu 400 Fahrgäste die Busse. Hier einfach mehr konventionelle Busse einzusetzen, würde wegen der geringen Taktabstände und der dadurch hervorgerufenen gegenseitigen Behinderung durch Pulkbildung wenig Sinn machen.
Angetrieben wird der Mega-Bus von einem DAF-Turbodiesel mit sechs Zylindern und 9,2 Litern Hubraum, der 360 PS leistet und seine Kraft über eine Fünfstufen-Automatik von ZF überträgt. Nicht nur die Länge, sondern auch die Breite sprengt übliche Dimensionen: 2,55 Meter misst der Bus in der Breite, die Innenhöhe beträgt 2,31 Meter. Weil in Deutschland normalerweise bei 18 Metern Länge und 2,50 Meter Breite Schluss ist, bedarf es einer Ausnahmegenehmigung zum Betrieb.
Und noch ein paar Daten: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 85 km/h, das Leergewicht wird mit gut 22 Tonnen angegeben. Voll beladen darf der Bus bis zu knapp 36 Tonnen wiegen. Der Wendekreis beträgt erstaunlich moderate 24 Meter, der Tank fasst 420 Liter.
Der "AGG 300" ist komplett niederflurig gestaltet und bietet eine Einstiegshöhe von 33 Zentimetern. Innen sind alle Plätze stufenlos zu erreichen. Hinter den vier Türen, eine davon behindertengerecht mit manueller Rampe, gibt es viel Platz für Kinderwagen und Rollstühle; der gesamte Fahrgastbereich ist klimatisiert. Der Bus ist auch in einer fünftürigen Version zu haben.
Vor dem Probebetrieb in Dresden war der Doppelgelenkbus bei der Hamburger Hochbahn AG im Testeinsatz. Ein baugleiches Fahrzeug wurde im vergangenen Jahr auch bei der Aachener ASEAG erprobt. Im niederländischen Utrecht sind nach Herstellerangaben 27 Fahrzeuge im Serieneinsatz.












