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Donnerstag, 23. April 2026
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Golf und T-Roc mit zusätzlicher Antriebstechnik

VW: Im Herbst startet der Voll-Hybrid

Lange war der Vollhybrid im VW-Konzern verpönt, nun kommt er doch. Als Zwischending zwischen Mild- und Plug-in-Hybrid soll die Technik ab Herbst 2026 den Verbrauch drücken. Als Basis dient wieder einmal die Allzweckwaffe bei den Verbrennern.

VW: Im Herbst startet der Voll-Hybrid
Volkswagen
VW wird T-Roc und Golf künftig auch mit einem Vollhybrid-Antrieb anbieten
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Volkswagen hat im Rahmen des renommierten Wiener Motorensymposiums erste Details zum kommenden Hybrid-Antrieb vorgestellt. Es handelt sich um ein Vollhybrid-System, das geringen Verbrauch durch temporär elektrisches Fahren mit hoher Reichweite kombinieren soll. Premiere wird die Technik ab Herbst in Golf und T-Roc feiern. Der Tiguan könnte folgen, nicht aber Polo und Taigo.

Der Hybridantrieb treibt wie gewohnt die Vorderachse an. Er besteht im Wesentlichen aus dem Hybridmodul, dem Verbrennungsmotor und der Lithium-Ionen-Batterie. Das Hybridmodul wiederum beinhaltet unter anderem eine E-Maschine als Antriebsmotor, eine zweite E-Maschine als Generator, eine Leistungselektronik, ein Differenzial und 1-Gang-Getriebe sowie eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung samt eigener Steuereinheit, über die der Verbrenner in den Antriebsstrang ein- und ausgekoppelt wird.

Dazu kommen ein elektrischer Klimakompressor und ein elektrischer Bremskraftverstärker (eBKV). Die auf Hochvoltbatterie mit NMC-Zellen ist im Heckbereich unterflur angebracht. Ob dies Auswirkungen auf das Kofferraumvolumen hat, ist noch unklar. Der Akku fasst gerade einmal 1,6 kWh brutto.

Generell bietet der Antrieb drei Betriebsmodi, die vom System automatisch je nach Einsatzprofil aktiviert werden:
  • Antrieb rein per E-Maschine: Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten allein elektrisch, der Verbrenner ist abgeschaltet.
  • Serieller Antrieb – E-Maschine plus Generator: Fahren per E-Maschine. Der TSI ist aktiv aber abgekoppelt, um in einem optimalen Betriebsfenster über einen Generator Energie für die E-Maschine zu erzeugen und damit die elektrische Reichweite zu verlängern.
  • Paralleler Antrieb – Benziner und E-Maschine: Der Verbrenner ist ab ca. 60 km/h auf Landstraßen und Autobahnen als primärer Antrieb aktiv; der E-Motor unterstützt etwa als Booster beim Beschleunigen.
Der Fahrer wird zwischen den Fahrprofilen "Eco", "Comfort" und "Sport" wählen können. Bei Eco wird die maximale Systemleistung auf 70 Prozent begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, das Profil Comfort ist sozusagen die Normal-Auslegung, und in "Sport" wechselt der Antrieb früher in den seriellen Betrieb. Gegenüber dem Plug-in-Modell punktet der Vollhybrid mit geringerem Gewicht, niedrigeren Kosten und der Abwesenheit von Ladekabeln und dergleichen, Nachteil die geringere elektrische Reichweite und dass kein regenerativ erzeugter Strom genutzt wird.

VW wird die neue Technik im Golf zwischen dem Mild-Hybrid mit der Verkaufsbezeichnung eTSI und dem Plug-in-Modell ("eHybrid" und GTE) schlicht als "Hybrid" vermarkten. Im T-Roc, der nicht als Plug-in-Modell zu haben ist, heißt der Vollhybrid ebenfalls Hybrid. Die Verbrenner-Basis bildet der bekannte 1,5-Liter-Turbo-Benziner in der aktuellen "evo2"-Generation, die auch beim Hybrid in zwei Leistungsstufen angeboten werden soll, also mit 150 und 177 PS. Preise liegen noch nicht vor.
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