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Donnerstag, 23. April 2026
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Pro-Modelle auch mit Allrad, neues Infotainment

Neues vom VW ID.Buzz

Nicht ideale Innenraum-Flexibilität, überschaubare Reichweite und hohe Preise haben den erwarteten Erfolg des VW ID.Buzz merklich gebremst. Nun kündigen die Hannoveraner ein "umfassendes Update" an – das aber keinen dieser Punkte nennenswert adressiert. Immerhin ist Allrad bald günstiger zu bekommen.

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Der VW ID.Buzz bekommt eine kleine Modellpflege. So wird das Assistenzsystem "Travel Assist" künftig zum "Connected Travel Assist", das auch Online-Daten verarbeitet und an Ampeln bis zum Stillstand bremsen kann. Auch One-Pedal-Driving und endlich eine V2L-Funktion (max. 2000 Watt) sind künftig verfügbar.

Zudem verbaut Volkswagen Nutzfahrzeuge künftig das neue, Android-basierte Infotainmentsystem "Innovision" und ein neues Lenkrad mit echten Tasten im ID.Buzz. "Innovision" ist aber aufpreispflichtig. Auch bleibt es, anders als bei jüngsten Updates im Pkw-Bereich, beim alten Bildschirm mit den ungeliebten Temperatur-Slidern sowie dem Mini-Kombiinstrument.

Als weitere Neuheit ist das Antriebssystem aus den GTX-Topmodellen, das aus zwei Motoren 340 PS an beide Achsen schickt, künftig auch im ID.Buzz "Pro" bestellbar. VW Nutzfahrzeuge betont in diesem Zusammenhang die um 600 Kilogramm erhöhte Anhängelast. Der Pro 4MOTION darf nun, so wie schon bisher der GTX, 1.800 Kilogramm in der Version mit normalem Radstand bzw. 1.600 Kilogramm in der längeren Version ziehen. Das ist bezogen auf den "Pro" ein Fortschritt, aber doch für etliche Kunden, die mit Trailer unterwegs sind, noch immer zu wenig. Ein Tiguan etwa darf bis zu 2,3 Tonnen an den Haken nehmen.

Der Pro weist auch eine minimal längere Norm-Reichweite auf, wohl bedingt hauptsächlich durch kleinere Räder. Maximal 476 Kilometer lautet die Angabe (langer Radstand). Wer in der Praxis im Korridor zwischen zehn und 80 Prozent Akkustand bleiben möchte, auch mal die Klimaanlage nutzt oder die Autobahn, muss mit realen Werten von unter 300 Kilometern rechnen – ohne Anhänger, versteht sich.

Der ID.Buzz Pro 4Motion kostet je nach Radstand ab 60.820 bzw. 62.650 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von jeweils rund 4.800 Euro gegenüber dem weiterhin angebotenen Pro mit 286 PS, aber auch einer Ersparnis von rund 7.400 Euro gegenüber den entsprechenden GTX-Modellen. Während der GTX deutlich besser ausgestattet ist, ist der Pro mit mehr Sitzkonfigurationen verfügbar.

Neu ist schließlich auch die oben abgebildete Farbkombination "Candy-Weiß/Kirschrot". Den Mut zu einer Kombination aus dunklem Dach mit heller Karosserie – die zugegebenermaßen kein historisches Vorbild aufweist – hat VWN weiter nicht.
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