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Zwei Knieairbags, adaptives Fahrwerk und Pre-Collision-System serienmäßig
Lexus: Erster Blick auf den neuen GS
Auf dem Genfer Autosalon zeigt Toyota bereits die nächste Generation des GS, der in der Oberen Mittelklasse anzusiedeln ist. Sie soll eine neue Design-Philosophie einläuten, die die Japaner mit diversen nett klingenden Attributen ankündigen. So soll das Fahrzeug "makellose Eleganz, ergonomische Finesse und technische Perfektion" in sich vereinen.
In der Tat wirkt der neue GS deutlich dynamischer, markanter und bulliger als bisher, aber auch ein wenig aggressiver. Entstanden ist wieder ein großes Auto, und es macht optisch nach wie vor auf Schrägheck, ist aber weiterhin eine Stufenheck-Limousine - ein Konzept, das in Deutschland bisher nicht allzu gut ankam. Ansonsten zeigen die ersten offiziellen Bilder ein kuppelförmiges Dach, wieder je zwei separate Scheinwerfer an der Front und eine schmal auslaufende Motorhaube. Die Außenlänge hat gegenüber dem noch aktuellen Modell um vergleichsweise geringe 16 Millimeter zugelegt, der Radstand jedoch um 50 Millimeter. Daraus resultieren deutlich kürzere Überhänge vor allem hinten, dennoch wirkt der GS etwas hecklastig. Der Tankdeckel bleibt - typisch Japaner - links, dafür gibt es künftig vernünftige Bügeltürgriffe, nicht aber seitliche Schutzleisten. Am Heck dominiert eine integrierte Spoilerkante, flankiert von Rückleuchten in LED-Technik und je einem Auspuffrohr links und rechts, wie man es etwa von Audi kennt.
Antriebsseitig werden wieder zwei Maschinen angeboten, nämlich der jüngst renovierte und flüsterleise V8 aus dem großen Lexus LS mit 4,3 Litern Hubraum und 282 PS, und ein Sechszylinder mit 245 PS (bisher: 219 PS). Bei letzterem stellt nun auch Lexus auf die V-Bauweise um, was bekanntlich kein Vorteil ist. Beide Maschinen sind mit einem neu entwickelten sechsstufigen Automatikgetriebe gekoppelt. Einen Diesel wird es auf absehbare Zeit allerdings nicht geben, gleiches gilt für Allradantrieb.
Im übrigen verbaut die Toyota-Tochter allerhand HighTech, etwa ein adaptives Fahrwerk mit vier verschiedenen Kennlinien sowie ein schlüsselloses Zugangssystem - es genügt, den Schlüssel mit sich zu führen, um das Auto zu entriegeln. Der Motor wird dann mit einer Taste zum Leben erweckt. Ebenfalls serienmäßig an Bord wird ein Reifendruck-Überwachungssystem sein sowie Kurvenlicht. In Verbindung mit dem optionalen Navigationssystem liefert Lexus außerdem eine Heckkamera, die den Bereich hinter dem Fahrzeug auf den Bildschirm im Cockpit überträgt, sobald der Fahrer den Rückwärtsgang einlegt.
Für die Sicherheit sorgen neben den üblichen sechs Airbags zwei zusätzliche Knieairbags vorne und Seitenairbags hinten. Ebenfalls neu ist das PCS abgekürzte Pre-Collision-System: Ein Mikrowellen-Radarsensor erkennt Hindernisse vor dem Fahrzeug und leitet die Information an eine Blackbox weiter. Unter Berücksichtigung von Fahrgeschwindigkeit, Lenkwinkel und Gierrate berechnet das System alsdann, ob eine Kollision unmittelbar bevorsteht. In einem solchen Fall werden automatisch die vorderen Sicherheitsgurte gestrafft, während der Bremsassistent vorsorglich maximalen Bremsdruck bereitstellt - die abgespeckte Version des von Mercedes erstmals gezeigten Systems PRE-SAFE.
Die Markteinführung des neuen GS in Deutschland ist erst für das kommende Jahr vorgesehen. Konkurrenten sind neben der Mercedes E-Klasse und BMW 5er sowie Audi A6 auch ein mögliches neues Opel-Flaggschiff.












