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Serielle Aufladung für maximale Leistung aus nur vier Zylindern
Opel zeigt Vectra-Studie mit 212 PS-Biturbo-Diesel
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| Vier Zylinder, | Opel |
| aber 212 Diesel-PS: Opel-Studie Vectra OPC | |
Aufbauend auf genau diesem Motor zeigen die Rüsselsheimer in Genf nun das mögliche Potential dieses Selbstzünders: Nicht weniger als 212 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern bei 1.400 Touren entwickelt das neue Vorzeige-Triebwerk - wohlgemerkt ein Vierzylinder. Möglich wird dies durch den Einsatz von zwei Turboladern, die nicht parallel, sondern seriell geschaltet sind. Ein kleinerer, schnell ansprechender Turbolader ist für den unteren Drehzahlbereich zuständig, ein großer, auf hohen Durchsatz ausgelegter Lader schaltet sich bei steigender Drehzahl zu.
So motorisiert, erreicht der Vectra die Tempo 100-Marke nach nur 6,5 Sekunden, erst bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch begrenzt. Auch der Power-Diesel soll die EU4-Abgasnorm erfüllen und im Prüfzyklus-Mittel mit nur sechs Litern Kraftstoff zufrieden sein. Und auch hier hat Opel einen Rußfilter vorgesehen.
Bleibt die Frage, ob aus der Studie ein Serienauto wird. Die Antwort lautet: Aller Voraussicht nach ja, aber nicht vor Jahresende 2004 und möglicherweise in Details noch verändert. Insbesondere ist noch eine leichte Leistungssenkung zu erwarten - im Sinne einer besseren Haltbarkeit. Weil der Motor bis auf Kleinigkeiten dem Großseriendiesel entspricht und Opel auf die teure variable Turbinengeometrie verzichtet, dürfte sich auch der Preis in einigermaßen vernünftigem Rahmen halten.
Erst kürzlich hatte BMW ein ähnliches System vorgestellt (Autokiste berichtete): Der Dreiliter-Diesel im künftigen 535d erreicht 272 PS und stellt damit selbst einige Achtzylinder-Mitbewerber in den Schatten.












