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Automobilhandel immer stärker unter Druck
Studie: Nur die Hälfte aller Autohändler wird überleben
Die überwiegende Zahl der befragten Händler plant, in Zukunft zwei bis drei Marken aus einem Konzern zu vertreten. Engelbert Wimmer, Leiter des Competence Centers Automotive bei Horváth & Partners: "Das Eindringen von Händlergruppen bzw. Mega-Dealern wird das bestimmende Thema der nächsten Jahre, gefolgt von den Themen Mehrmarkenverkauf und Mehrmarkenservice. Gewinne werden künftig vor allem im Service und Teilegeschäft erzielt - und die möglichst effiziente Gewinnung von Neukunden und deren Pflege wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor."
Laut der Studie sind die OEMs (Original Equipment Manufacturer) die Gewinner der neuen GVO-konformen Händlerverträge. Durch die neue Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) hatte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti ursprünglich geplant, den Autovertrieb in Europa zu liberalisieren und die Position der Händler gegenüber den OEMs zu stärken. Dieses Ziel - so die Berater - sei jedoch nur zum Teil erreicht worden.
"Die Hersteller konnten in der Ausgestaltung der neuen Verträge offenbar ihre Interessen weitestgehend durchsetzen, und wo sie nicht direkt eine Margenreduktion durchgesetzt haben, wurde der Druck auf die Handelsstufe indirekt weiter erhöht. So erkennen mehr als zwei Drittel der Händler eine starke bis sehr starke Anhebung der Standards im Verkauf und im Aftersales. Dadurch erhöht sich die Notwendigkeit für Investitionen, beispielsweise in technisches Training und in Kundenbindungsmaßnahmen, so Studienleiter Stephan Bauer. In der Folge bahne sich auf Händlerseite eine "dramatische Konsolidierung" an, an deren Ende nur noch etwa die Hälfte der bisherigen Händler überleben werde.











