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Limousine startet mit fünf Motoren im April / Ab 33.000 Euro
Sechs-Appeal: Das ist der neue Audi A6
Aber lenken wir den Blick auf das eigentlich Interessante, nämlich den neuen A6. Das neue Gesicht in der Business Class orientiert sich weitgehend am Audi-Flaggschiff A8 W12. Von jenem hat das neue Modell insbesondere den großen "Singelframe" getauften Kühlergrill übernommen, der nur leicht angepasst wurde. Für Überholprestige und Ahs und Ohs bei der Nachbarschaft ist also gesorgt. Das neue Gesicht wirkt einerseits etwas protzig und arg gewollt, steht dem Audi nach den ersten Eindrücken andererseits aber so schlecht nicht. Auffallend ist zudem die nun pfeilförmig zulaufende Motorhaube, die vorne nur noch die Breite des Kühlergrills aufweist, und daneben sehr breiten Kotflügeln Platz macht - ein immer häufiger anzutreffendes Gestaltungsmerkmal, das man aber freilich mögen muss.
Die Seitenansicht wird geprägt durch ein sehr großes drittes Seitenfenster, eine coupéhafte, also stark nach hinten abfallende Dachlinie und einen kecken, ansteigenden Schwung oberhalb des Schwellers in den Türen, der sich in der Heckschürze fortsetzt. Die Sicke auf Höhe der Türgriffe fällt dagegen nach hinten leicht ab, was durchaus als elegant durchgehen kann. Apropos Türgriffe: Auch der neueste Audi muss wieder mit Klapptürgriffen auskommen, obschon man dachte, dass sich inzwischen die bessere Lösung der Bügeltürgriffe durchgesetzt hätte, die ja auch Audi etwa am TT einsetzt. Und noch ein Kritikpunkt: Seitliche Schutzleisten gibt es nicht - das schlechte BMW-Vorbild findet Nachahmer.
Am Heck gibt es nun nahezu rechteckige Rückleuchten, die von einer durchgehenden Chromleiste über dem Nummernschild verbunden werden und jetzt auch die Nebelschlussleuchte beherbergen, eine unten prägnant angeschrägte Kofferraumklappe und je nach Modell einen Auspuff links und rechts, wie man es schon vom A4 kennt.
Insgesamt ist das Design durchaus als gelungen zu bezeichnen; insbesondere am Heck hat die Limousine deutlich gewonnen. Auch haben es die Designer geschafft, die Größe des Autos recht gut zu kaschieren. Das nämlich misst nun satte 4,92 Meter in der Länge, 1,86 in der Breite und 1,46 Meter in der Höhe. Das sind immerhin 13 Zentimeter Längen- und fünf Zentimeter Breitenzuwachs. Zusammen mit dem ebenfalls um 8,3 Zentimeter auf 2,84 Meter gestreckten Radstand ergibt sich ein deutliches Raumplus sowohl für die vorderen als auch für die Fondpassagiere. Der Längenzuwachs soll außerdem die Crashsicherheit verbessern. Der Kofferraum fasst nun 546 Liter, und zwar sowohl bei den Frontantriebs- als auch den quattro-Modellen.
Auch das Interieur präsentiert sich deutlich verändert. Da ist etwa das neue Lenkrad (jetzt stets lederbezogen), das die "Singlegrill"-Formensprache aufnimmt, als drei- und vierspeichige Variante zu haben ist und wie im A8 noch immer etwas mickrig wirkt. Die vier Rund-Instrumente präsentieren sich Audi-gewohnt klar und aufgeräumt, die Variante mit sechs Uhren gibt es jedoch nicht mehr. Das gesamte Cockpit scheint nach den ersten Bildern nicht mehr so wuchtig und hoch wie bisher von Audi bekannt.
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