archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Unternehmen zahlt 300 Mio. Dollar / Weiterer Prozess noch anhängig
DaimlerChrysler schließt Vergleich in US-Sammelklage
Obwohl man der Ansicht sei, dass die Klage "völlig unbegründet" ist, habe man "im Hinblick auf die Besonderheiten des amerikanischen Rechtssystems" den Vergleich geschlossen, hieß es, weil nicht auszuschließen gewesen sei, dass die lokale Jury zu einem anderen Ergebnis hätte kommen können. Die grundsätzliche Entscheidung hierüber habe der Aufsichtrat gefällt. DaimlerChrysler wird nun - vorbehaltlich einer endgültigen Vereinbarung und der Zustimmung durch das Gericht - 300 Millionen US-Dollar (etwa 275 Millionen Euro) an die Sammelkläger zahlen, davon sind bis zu 200 Millionen Euro (220 Millionen Dollar) den Angaben zufolge über einschlägigen Versicherungsschutz abgedeckt.
Der Vergleich hat keine Auswirkung auf einen weiteren Rechtsstreit mit dem Milliardär Kirk Kerkorian. In der Erklärung heißt es, in diesem Verfahren habe das Gericht zum Teil noch über eine Abweisung der Klage nach Lage der Akten ohne mündliche Verhandlung zu entscheiden; man sei überzeugt, dass die Klage jeder Grundlage entbehre. Der ehemals größte Einzelaktionär des US-Autobauers Chrysler hat das Unternehmen Medienberichten zufolge auf acht Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagt, weil der Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler seiner Meinung nach nicht wie angekündigt eine "Fusion Gleicher", sondern eine Übernahme Chryslers durch Daimler-Benz gewesen ist.











