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Sechszylinder-Limousine ab Herbst in Deutschland erhältlich
Vorstellung: Kia Opirus - ein Hauch von Luxus aus Fernost
Der Kunde erhält eine im Wesentlichen konservativ gezeichnete Limousine, die äußerlich gewisse Anleihen an Mercedes (Doppel-Rundscheinwerfer) und Jaguar (Kühlergrill) nicht verleugnen kann, deren Eleganz und Zeitlosigkeit insgesamt jedoch nicht zu erreichen vermag. Stattliche Außenmaße sollen für opulente Platzverhältnisse im Innenraum sorgen: Der Opirus ist 4,97 Meter lang und 1,85 Meter breit, der Radstand beträgt 2,80 Meter.
Das Interieur wird dominiert durch ein auch im Beifahrer-Bereich sehr hohes Armaturenbrett und einen Hauch von Luxus durch den Holz-Look. Dazu gibt es diverse elektrische Helferlein, ein Multifunktionslenkrad und klar gezeichnete Rundinstrumente; die Hamdbremse wird Mercedes-like zur Fußfeststellbremse, was Platz in der Mittelkonsole schafft.
Unter der Haube werkelt ein 3,5 Liter großer Sechszylinder in V-Bauweise, der seine Kraft über eine Fünfgang-Automatik mit Tiptronic-Funktion überträgt. 198 PS und 295 Nm sind etwas weniger als klassenüblich, aber letztlich ausreichend: 9,2 Sekunden vergehen bis Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Für die nötige Sicherheit an Bord sollen bis zu acht Airbags, aktive Kopfstützen, Bremsassistent und - erstmals bei Kia - ein serienmäßiges ESP sorgen. Sonstige Details zur Ausstattung sind bisher nicht bekannt.
| Opirus-Fotoserie » |
Der neue Opirus wird im KIA-Werk in Hwasung produziert, zunächst in einer Stückzahl von 35.000 Exemplaren pro Jahr. Ab 2006 soll die Kapazität auf 70.000 steigen. Als Konkurrenten sehen die KIA-Strategen Modelle wie Nissan Maxima, Toyota Camry, Lancia Thesis, Renault Vel Satis oder Peugeot 607 - Obere Mittelklasse also, und nicht Oberklasse. Die Zielgruppe des neuen Modells seien vor allem Geschäftsleute von Mitte vierzig bis Ende fünfzig, für die Design und Image wichtig seien, die aber ebenso Wert legten auf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis, hieß es.
In Europa, zumal in Deutschland, wird der Opirus hauptsächlich über den günstigen Preis verkauft werden können, der nicht zuletzt durch die Nutzung einer gemeinsamen Plattform mit dem Luxus-Modell der Konzernmutter Hyundai, dem in Deutschland nicht angebotenen "Centennial", möglich wird. "Viele Kunden wünschen sich die Technologie und den Komfort eines Luxusautos, aber sie wollen dafür keinen zu hohen Preis zahlen", sagt Yong-Hwan Kim, COO im Kia-Vorstand. Das neue KIA-Flaggschiff werde daher die Preis-Wert-Strategie der Marke konsequent fortsetzen und so für zahlreiche Kunden die Gelegenheit zu einem Upgrade aus einem weniger luxuriösen Fahrzeugsegment bieten. Der genaue Einstiegspreis steht noch nicht fest, aber er dürfte dem allseits bekannten Motto folgen: Geiz ist geil.












