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Vorstellung in Genf / 75 PS und 4,8 Liter Verbrauch
Mini: Erstmals gibt es auch eine Diesel-Variante
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| Äußerlich entspricht | © BMW AG |
| der Diesel-Mini dem Topmodell "Cooper S" | |
Wie auch bei den benzingetriebenen Minis, die von Chrysler-Aggregaten angetrieben werden, vertraut BMW hier nicht auf einen eigenen Motor. Vielmehr wurde das Triebwerk in Zusammenarbeit mit Toyota entwickelt. Der Grundmotor wird denn auch im Toyota-Motorenwerk im japanischen Kamigo produziert und vor dem Einbau im Werk Oxford mit allen Mini-spezifischen Anbauteilen und Nebenaggregaten komplettiert. Es handelt sich um ein Vollaluminium-Triebwerk mit Common Rail-Technik samt Turbolader und Ladeluftkühler, das aus 1,4 Litern Hubraum 75 PS schöpft und ein maximales Drehmoment von 180 Nm bei 2.000/min. erreicht. So motorisiert, soll die Mini One D getaufte Variante in 13,8 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit geben die Münchner 165 km/h an, die Elastizität im 4. Gang von 80 auf 120 km/h mit 12,3 Sekunden. Das sind ordentliche, aber keinesfalls berauschende Werte.
So überrascht es etwas, das der Diesel-Mini äußerlich weitgehend der stärksten Mini-Version, dem COOPER S, entspricht, von dem er die Seitenschweller, die Frontverkleidung mit größeren Lufteintritten und das von der Heckschürze verdeckte Auspuffendrohr übernommen hat.
Als vorbildlich dürfen dagegen die Verbrauchswerte gelten: Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 4,8 Litern, was mit dem 50-Liter-Tank für eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern gut ist. Der CO2-Ausstoß beträgt 127 g/km; die Abgaseinstufung ist noch nicht bekannt. Der Motor soll sich nach BMW-Angaben nicht zuletzt durch seine Laufruhe auszeichnen. Um zu erkennen, dass unter der Haube ein Selbstzünder werkelt, müsse man diese schon öffnen, hieß es dazu - was erfahrungsgemäß nicht ganz die Wahrheit, aber letztlich auch egal ist.
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| Der Schriftzug | © BMW AG | |
| am Heck verrät den Diesel-Antrieb | ||
Trotz des rund 110 Kilogramm höheren Grundgewichts des Mini One D (1.175 kg) gegenüber seinem Benziner-Pendant One konnte dessen Fahrwerk ohne Änderungen übernommen werden. Aus optischen Gründen werden wohl die meisten Käufer die etwas kleinen 15 Zoll-Räder mit der schmalen 175er-Bereifung gegen optional erhältliche größere Formate tauschen.
Die Grundausstattung des neuen Modells beinhaltet unter anderem vier Airbags, Cornering Brake Control CBC und die Traktionskontrolle ASC+T, Reifenpannenanzeige (RPA), Außentemperaturanzeige, elektrische Außenspiegel und Fensterheber, Sechsgang-Schaltgetriebe, eine elektro-hydraulische Servolenkung, höhenverstellbare Lenksäule sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung.
Die Markteinführung ist für den Frühsommer vorgesehen, Preise werden erst im Verlaufe des Genfer Autosalons bekannt gegeben.













