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Konservativ-elegante Linienführung / Neues Multimedia-Bedienkonzept
Vorstellung: Der neue Audi A8
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Audis Flaggschiff, der A8 | © Audi AG | |
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Doch die Konkurrenz schläft natürlich nicht. Die aktuelle Mercedes S-Klasse ist nach dem optisch verunglückten Vorgängermodell in den Augen vieler ein sehr schön gezeichnetes und auch gutes Auto, das die Zulassungsstatistik in der Oberklasse nach wie vor anführt. BMW hat die 7er-Reihe kürzlich komplett neu aufgelegt, und seit Ende Mai ist auch des Kanzlers neuer Dienstwagen, der VW Phaeton, auf dem Markt. Höchste Zeit also für Audi, hier ebenfalls nachzulegen.
Heute wurden nun die ersten Details und Bilder der neuen Generation offiziell bekannt gegeben. Wer erwartet hatte, dass der neue Luxus-Schlitten optische Anleihen bei der auf der IAA präsentierten Kombi-Studie "Avantissimo" nimmt, wird enttäuscht - ob positiv oder negativ. Viel mehr hat man in Ingolstadt, wie schon bei etlichen anderen Modellwechseln, im Design keinen großen Mut bewiesen. Auf den ersten Blick gleicht der Neue dem Vorgänger deutlich, wirkt fast ein bisschen langweilig, auch wenn sich Audi - wie nahezu alle Hersteller - bemüht, ein sportliches Image aufzubauen. Von "weit gespannten und deutlich überwölbten Flächen", die von "präzise geführten Linien eingefasst" seien, ist da die Rede, und davon, dass die Silhouette "mit flacher Front und kurzen Überhängen sowie einer kräftig konturierten Heckpartie" deutliche "Signale für das dynamische Potenzial" setze. Vom Jargon der PR-Strategen einmal abgesehen, darf Audi attestiert werden, dass hier jenseits von kurzfristigen Modetrends eine große, in weiten Teilen konventionell gestaltete, aber durchaus elegante und jedenfalls im Ansatz dynamische Limousine geschaffen wurde. Die Besinnung auf bewährte Formen muss ja nicht immer schlecht sein (die Verkaufszahlen etwa des A4 zeigen es), und die bewusste Veränderung des Markenerscheinungsbildes trifft bisweilen - siehe BMW 7er - selbst nach der Gewöhnungsphase noch auf deutliche Kritik.
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| Vorerst bis 335 PS: | © Audi AG | |
| Blick in den A8-Motorraum | ||
Wie auch der VW Phaeton besitzt der A8 eine serienmäßige Luftfederung, die für höchsten Komfort einerseits und eine optimale Straßenlage des trotz Alu-Bauweise knapp 1,8 Tonnen schweren Wagens andererseits sorgen soll. Der Fahrer kann zwischen drei vordefinierten Abstimmungen wählen - von ausgeprägt sportlich bis sänftenweich. Beide Modelle rollen auf 17 Zoll großen Felgen mit 235er-Bereifung. Dahinter verbirgt sich eine Bremsanlage mit innenblüfteten Scheiben und natürlich mit ABS und Bremsassistent. Der cw-Wert der 5,05 Meter langen und knapp 1,90 Meter breiten Karosserie beträgt 0,27 - hier ist Audi, der "Erfinder" des cw-Werts, nicht mehr führend. Der Kofferraum fasst 500 Liter und hat natürlich eine heruntergezogene Ladekante.
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konsole: A8-Interieur | © Audi AG | |
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Das neue Audi-Flaggschiff wird im Herbst erstmals in die Showrooms rollen. Preise haben die Ingolstädter noch nicht veröffentlicht, von einem Einstieg unterhalb der 60.000 Euro-Grenze sollte jedoch bei den anfangs zur Verfügung stehenden Triebwerken nicht ernsthaft geträumt werden. Nun, endgültig in der Oberklasse angekommen, sollte es dennoch kein Problem für Audi sein, in den kommenden acht Jahren mehr als die 100.000 Exemplare, die vom nun auslaufenden Modell verkauft wurden, unter die solvente Kundschaft zu bringen. Daran wird auch ein Phaeton nichts ändern können, der den steinigen Weg zur Anerkennung noch vor sich hat.














