archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
SWR-Film über eines der härtesten Autorennen der Welt
TV-Tipp: Reportage über die Safari-Rally
|
|
![]() | |
Zu Beginn war das Rennen eine rein nationale Angelegenheit. Teilnehmer waren weiße Farmer des damaligen Britischen Protektorats Kenia. Sie bemalten ihre einfachen Autos mit Nummern, warfen ein paar Ersatzteile und Reifen in den Kofferraum - dann konnte das Rennen beginnen. Die "local cowboys" sind bis zum heutigen Tag ein Mythos.
Nach wenigen Jahren war es auch Schwarzafrikanern und Indern möglich, an der "Safari Rally" teilzunehmen. Der erste nicht britischstämmige Rallye-Sieger war Joginder Singh. Sein indischer Großvater war mit einem arabischen Segelboot von Bombay gekommen. Allmählich wurde das Rennen zu einem internationalen Event. Der Finne Hannu Mikkola gewann 1972 als erster »Overseas-Driver« in einem Ford Escort 1972. Gleichzeitig wurde die "Safari Rally" immer professioneller und aufwändiger: Service-Wagen, Flugzeug-Piloten, Helfer und Mechaniker gehörten bald zum Alltag eines Rennens.
Der Filmemacher Bernd Mosblech hat im letzten Jahr die "Safari Rally" beobachtet, sich dem Rausch der Geschwindigkeit, aber auch dem der Farben und Töne hingegeben und Gegenwart und Geschichte miteinander verwoben. Er beobachtet die Anstrengungen und Strapazen der »Safari Rally« und stellt Menschen vor, die an ihr teilnehmen. Unter ihnen Rory Green, ein "local cowboy", Farmer in dritter Generation im ehemaligen Maasai-Land. Und Menschen kommen zu Wort, die selbst zu Kapiteln "Safari Rally"-Geschichte geworden sind, unter ihnen Joginder Singh, Hannu Mikkola, Shekhar Mehta, fünffacher Rallye-Gewinner und FIA Rallye-Commission Boss, Lord Delamere. Der vom SWR produzierte Film räumt auch den Ureinwohnern des Landes, den Maasai, einen wichtigen Platz ein. Sie können es sich kaum leisten, an dem Rennen teilzunehmen. Die Welt des kostspieligen Motorsports - für sie faszinierend, aber nahezu unerreichbar.
Mittwoch, 10.07.2002, 23:00 Uhr, ARD/Das Erste












