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Optisch athletischere Alternative mit mächtigem Adaptiv-Heckspoiler
Noch schärfer: Porsche Cayenne Coupé
Porsche
Den Porsche Panamera gibt es inzwischen als Kombi,
den Cayenne künftig als Coupé(-hafte Version)
den Cayenne künftig als Coupé(-hafte Version)
"Das Coupé beinhaltet alle technischen Highlights des aktuellen Cayenne, positioniert sich aber durch ein noch dynamischeres Design und neue technische Details progressiver, athletischer und emotionaler", sagt Porsche-Chef Oliver Blume, der das Auto am Donnerstag Abend vorgestellt hat - und das nicht in China, sondern zuhause in Stuttgart.
Wesentliches Element des Cayenne Coupé ist die um zwei Zentimeter verringerte Höhe, die eine 20 Prozent flacher stehende A-Säule bzw. Windschutzscheibe bedingt. Die Dachlinie fällt schneller nach hinten ab und mündet in einem Heck, das 18 Millimeter breiter ausfällt als regulär. Das Kennzeichen sitzt in der Heckschürze statt der Heckklappe und lässt das Coupé so noch etwas "tiefer" wirken. Das Dach liefert Porsche entweder als Glaskonstruktion, die sich nicht öffnen lässt, oder im Rahmen eines der drei Leichtbau-Pakete aus Carbon. Mittig verprägt, besitzt es eine am 911 GT3 RS angelehnte Optik.
Eine Besonderheit ist ein adaptiv gesteuerter Spoiler unterhalb der Heckscheibe, der ab einer Geschwindigkeit von 90 km/h um satte 13,5 Zentimeter ausfährt. Sinn der Übung ist mehr Anpressdruck auf der Hinterachse bei höheren Tempi und eine bessere Aerodynamik und damit Effizienz. Der Dachkantenspoiler ist fest ausgeführt. Die Räder sind zwischen 20 und 22 Zoll groß. Insgesamt wirkt das Coupé dem ersten Eindruck nach in der Tat athletischer und emotionaler, allerdings fällt der Unterschied nicht so groß aus wie erwartet: Der Porsche wirkt sportlich-elegant, er verkneift sich die protzig-polarisierende Attitüde eines X6.
Im Fond verfügt das Coupé über eine Rückbank mit Einzelsitz-Charakteristik. Alternativ liefert Porsche aber auch die Komfort-Fondsitzanlage des bekannten Modells. Die Passagiere sitzen hinten 30 Millimeter tiefer und haben so sogar etwas mehr Kopffreiheit als im normalen Cayenne. Das Kofferraumvolumen fällt mit motorabhängig maximal 625-1.540 Litern etwas kleiner als gewohnt.
Motorseitig startet das Coupé zunächst mit zwei Varianten. In der Basis arbeitet der Dreiliter-Turbo, der aus drei Litern Hubraum 340 PS Leistung und 540 Newtonmeter holt. Der Standardsprint ist nach 6,0 Sekunden erledigt, mit den optionalen Leichtbau-Paketen geht es noch ein Zehntel schneller. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 243 km/h.
Topmodell ist das Cayenne Turbo Coupé mit dem 550 PS starken Biturbo-Achtzylinder, der auf 770 Newtonmeter kommt und das schwere Gefährt in 3,9 Sekunden auf das Bundesstraßen-Tempolimit katapultiert. 10,7 Sekunden später steht die Tachonadel dann bereits bei dem doppelten Wert, und wer die passende Strecke findet und die Nerven hat, kann auf dem Gas bleiben, bis sich bei 286 km/h Leistung und Fahrwiderstände egalisieren.
Preislich bleibt die neue Karosserievariante im Rahmen - im Rahmen des markentypischen Niveaus, versteht sich. So kostet das Coupé ab 83.711 Euro, das sind einerseits zwar rund 8.880 Aufpreis zum "normalen" Cayenne, andererseits aber bleiben davon ausstattungsbereinigt - im Coupé sind u.a. größere Räder, PASM, Parksensoren und Rückfahrkamera, Servolenkung Plus sowie das Sport-Chrono-Paket serienmäßig - nur rund 3.500 Euro übrig, was potentielle Kunden nicht vor ernsthafte Überlegungen stellen dürfte.
Mit halbwegs angemessener Ausstattung werden rund 110.000 Euro daraus - und das sind dann immer noch 36.662 Euro weniger als der Turbo mindestens kostet. Die Bestellbücher hat Porsche bereits geöffnet, die Händlerpremiere soll Ende Mai erfolgen.
Dass früher oder später auch das Coupé als Cayenne S und E-Hybrid angeboten werden wird, liegt auf der Hand. Diversifikation ... Sie wissen schon.












