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Nissans Edelmarke kapituliert / Produktionsstopp Mitte 2019
Infiniti beendet Geschäfte in Westeuropa

Infiniti
Nissans Edelmarke Infiniti
verlässt Westeuopa Anfang 2020
Gerade einmal 762 Neuzulassungen weist die KBA-Statistik für Infiniti im Jahr 2018 aus - das ist eine noch geringere Zahl als bei Ferrari, Bentley oder Chevrolet und klar zu wenig für einen halbwegs profitablen Geschäftsbetrieb. Infiniti kam am Markt so wenig vor wie hier im "PS-Geflüster", wo die letzte Meldung im Dezember 2012 erschien. Zum Vergleich: Die Konkurrenz von Toyotas Tochter Lexus schaffte 2018 immerhin 2.766 Einheiten.
Vor diesem Hintergrund hat der Autobauer heute einen Restrukturierungsplan bekannt gegeben. Demnach will man sich künftig auf die Wachstumsmärkte fokussieren, insbesondere auf Nordamerika und China, aber auch auf den Nahen Osten, Osteuropa und Ozeanien. Folglich werde man sich Anfang 2020 aus Westeuropa zurückziehen, erklärte das Unternehmen trocken. Infolge dessen wird die Produktion des Q30 und des QX30 in Sunderland (Großbritannien) Mitte 2019 eingestellt. Die Werksleitung werde mit den Mitarbeitern und ihren Vertretern alle Auswirkungen auf das Werk "besprechen", erklärte Infiniti.
Infiniti will sich in den verbleibenden Regionen auf die Elektrifizierung des Portfolios konzentrieren und das Angebot von Dieselfahrzeugen komplett einstellen. Zusammen mit einer Stärkung der Synergieeffekte mit dem Mutterhaus Nissan und weiteren Maßnahmen sei dies die Vision, als Wettbewerber die etablierten Marken im Premium-Segment herauszufordern.
Das laufende Kundengeschäft von will Infiniti so lange fortsetzen, bis ein Übergangsplan für Service, Wartung und Garantieabwicklung vorliegt.











