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Interimschef bekommt regulären Vertrag als Stadler-Nachfolger
Bram Schot wird endgültig neuer Audi-Chef

Audi
Bram Schot wird
neuer Vorstandschef von Audi
Ursprünglich sollte Schot den Chefsessel nur vorübergehend besetzen, weil die Marke nach der Verhaftung von Rupert Stadler nicht führungslos sein sollte. Dass er nun zum echten Chef wird, verdankt Schot mehreren Aspekten: So ist der gebürtige Niederländer in der Belegschaft beliebt, ist zu hören. Mit seiner zurückhaltenden Art hat er sich offenbar auch im VW-Vorstand empfohlen. Außerdem kann der mutmaßliche Wunschkandidat von VW, der ehemalige BMW-Manager Markus Duesmann, die Aufgabe nicht übernehmen, weil sein ehemaliger Arbeitgeber die vertragliche Sperrklausel nicht freigeben wollte. Schot hatte sich in einem Interview des Manager-Magazins nach der Vertragsauflösung mit Stadler selbst ins Spiel gebracht: "Ich stünde langfristig als Audi-Chef bereit und hätte darauf auch große Lust."
Schot wird seine frühere Aufgabe als Vorstandsmitglied für den Bereich Marketing und Vertrieb zunächst kommissarisch weiterführen. Audi hat offenbar noch keinen passenden Kandidaten gefunden. Vor seinem Einstieg bei Audi war Schot seit 2012 im Vorstand von VW Nutzfahrzeuge für das Ressort Marketing und Vertrieb verantwortlich. Zuvor war er Präsident und CEO von Mercedes-Benz Italia.
"Mit der Neubesetzung der Vorstandsspitze haben wir wichtige Weichen für die zukunftsfähige Ausrichtung von Audi gestellt", sagte VW-Chef und Audi-Aufsichtsratschef Herbert Diess. Als kommissarischer Vorstandschef habe Schot in den vergangenen Monaten bereits überzeugende Arbeit geleistet. "Er treibt den Kulturwandel in seiner Mannschaft voran und stellt sich den aktuellen Herausforderungen mit Bravour. Ausgestattet mit einem starken Mandat wird er die Transformation des Unternehmens weiter beschleunigen und die Vier Ringe zu neuen Erfolgen führen."
Der stellvertretende Audi-Aufsichtsratsvorsitzende und Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Mosch sagte, die Belegschaft wolle klare Verhältnisse an der Unternehmensspitze. In seiner Interimszeit habe Schot bereits gezeigt, dass er "unserem geforderten und eingeleiteten Neustart viel Schwung verleihen" könne. "Diesen Weg muss er nun weiter verfolgen und Audi zurück an die Spitze führen. Das erwartet die Belegschaft."











