archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Karriere-Aus nach 28 Jahren im Konzern
VW und Audi trennen sich von Rupert Stadler

Audi
Rupert Stadler gehört nach 28 Jahren
nicht mehr dem VW-Konzern an. Er sitzt noch immer in U-Haft
Zuvor hatten die Aufsichtsräte dem Abschluss einer Vereinbarung mit Stadler zur Beendigung seiner Ämter als Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG und als Vorstandsvorsitzender von Audi sowie seiner Dienstverträge zugestimmt. Zur Begründung hieß es, Stadler sei aufgrund seiner andauernden Untersuchungshaft nicht in der Lage, seine Aufgaben als Mitglied des Vorstands zu erfüllen und wolle sich stattdessen auf seine Verteidigung konzentrieren.
Die vertragliche Abwicklung sei an den Verlauf und den Ausgang des Strafverfahrens geknüpft, hieß es weiter. Die Branchenzeitung Automobilwoche berichtet ohne Angabe einer Quelle, mit der Vereinbarung seien theoretische Zahlungsansprüche Stadlers in zweistelliger Millionenhöhe ausgeschlossen worden. Er bekomme als Sofortzahlung deutlich weniger als eine Million Euro. Der Rest zur Abwicklung künftiger Ansprüche für die verbleibende Laufzeit der Dienstverträge werde erst ausgezahlt, wenn die Strafverfahren in Deutschland ohne Verurteilung beendet seien, so das Blatt.
Audi hat die Personalie bis Redaktionsschluss nicht offiziell kommentiert. Stadler hatte den Autobauer seit Jahresbeginn 2017 als Vorstandschef geführt, dem Vorstand gehörte er bereits seit 2003 an. Der Manager begann seine Tätigkeit für Audi 1990 und war seitdem durchgehend im Konzern tätig. Stadler war im Zuge der Ermittlungen zum Diesel-Skandal am 18. Juni 2018 wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen worden und sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Hinter den Kulissen war seither über die Vertragsauflösung verhandelt worden. Aktuell wird Audi kommissarisch von Bram Schot geleitet, vermutlich, bis Markus Duesmann übernimmt.











