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Zukünftige Anforderungen für VW Up & Co. zu teuer
VW erwägt offenbar Zukunft ohne Kleinstwagen

Volkswagen
Möglicherweise ohne Nachfolger bleiben
der VW Up und seine Schwestermodelle
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Zeitung darüber mit dem früheren VW-Aufsichtsratschef Ferdinand K. Piëch gesprochen hat, der nach langer Zeit erstmals wieder als Zitategeber auftaucht. Piech sagte "Kunden, die ein kleines Einkommen haben, aber für den Konzern brennen, für diese Kunden wird es schwierig."
Das Problem skizziert Ralf Kalmbach, Partner bei der Unternehmensberatung Bain & Company: "Eine stark verbesserte Abgasreinigung von Benzin- und vor allem Dieselmotoren wäre in diesem Segment zu kostspielig, die Elektrifizierung des Antriebsstrangs erst recht." Drohende Strafzahlungen der EU ließen sich bei den preisgünstigen Cityflitzern ebenfalls kaum an die Kunden weitergeben.
Die Entwicklung dürfte bei VW nicht halt machen. Auch Fiat Panda, Renault Twingo oder Ford Ka oder das Kleinstwagen-Trio von Peugeot/Citroen und Toyota könnten betroffen sein. Peugeot hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass das bisher als Gemeinchaftsunternehmen betriebene Produktionswerk für die Kleinstwagen in Tschechien 2021 komplett an Toyota geht. Opel stellt Adam und Karl wie berichtet ebenfalls ein.
Zulieferer wie Handel sorgen sich: "Die Abrufzahlen für Bauteile aus diesem Segment werden uns natürlich schmerzlich fehlen", zitiert die Zeitung den Chefstrategen eines langjährigen VW-Partners. Ein norddeutscher VW-Händler sagte: "Da wird uns wichtiges Geschäft wegbrechen. Was sollen all die Pizzabäcker, Pflegedienste und Stadtboten denn in ein paar Jahren kaufen, die derzeit auf Stadtminis wie den VW Up angewiesen sind?" 2017 verkaufte der VW-Konzern nach KBA-Zahlen knapp 57.000 Kleinstwagen.











