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3,3 Prozent weniger Verkehrstote
Unfallstatistik 1. Halbjahr 2018: Leichte Rückgänge

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Im 1. Halbjahr 2018 sank die Zahl der
Verkehrstoten in Deutschland um drei Prozent
Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden weiter mitteilte, ging die Zahl der Verletzten um 0,2 Prozent auf rund 185.200 Personen zurück. Auch hier war 2016 ein besseres Ergebnis (184.200) erzielt worden. Die gleiche Tendenz zeigt sich auch bei den Unfallzahlen: Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle sank im 1. Halbjahr 2018 um 0,2 Prozent auf rund 1,28 Millionen, 2016 hatte sie 1,25 Mio. betragen. Im aktuellen Rumpfjahr gab es rund 144.300 Unfälle (+0,3 %) mit Personenschaden und weitere 1,14 Millionen (-0,3 %) reine Sachschaden-Crashs.
Bezogen auf 1 Million Einwohner starben im 1. Halbjahr 2018 durchschnittlich 18 Menschen im Straßenverkehr. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in Sachsen-Anhalt mit 29 Getöteten je 1 Million Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 28 und Brandenburg mit 26 Verkehrstoten. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in den Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen mit zwölf sowie Hessen und Rheinland-Pfalz mit jeweils 17 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner.
Für den Zeitraum Januar bis Mai 2018 liegen tiefer gegliederte Ergebnisse vor. Danach kamen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr Benutzer von Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (+10 Personen bzw. +41,7 %) sowie Insassen von Güterkraftfahrzeugen (+7 Personen oder 10,9 %) ums Leben. Dagegen waren die Zahlen der getöteten Fußgänger (-15 Personen bzw. -8,3 %) sowie der getöteten Benutzer von Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen (-15 Personen bzw. -7,9 %) rückläufig.
Reine Zahlen für Juni 2018 hat Destatis leider nicht kommuniziert, ebenso die sonst übliche Aufschlüsselung nach Bundesländern.
Grundsätze der Unfallstatistik
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich
gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert,
so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten
vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige
Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass
der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte etwa durch einen Herzinfarkt
bereits kurz vor dem Crash gestorben war.
Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.











