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Auslieferungsstopp für A6 und A7 mit 272-PS-TDI
Audi: Schon wieder Betrugssoftware im A6 und A7

Audi
Schönes Auto, aber nicht ganz sauber:
Audi meldet weitere "Auffälligkeiten" beim A6 3,0 TDI
Betroffen ist die 272 PS starke Variante der Dreiliter-Maschine mit EU6-Zulassung, wie sie auch in Audis Umtauschprogramm inbegriffen ist, das verunsicherte Diesel-Kunden bei Laune halten soll. Der Motor war schon einmal Grund für einen Rückruf, offenbar ist eine weitere unzulässige Abschalteinrichtung verbaut. Dem Vernehmen nach wird die AdBlue-Additivierung massiv gedrosselt, wenn der Vorrat zur Neige geht - damit die Kunden die inzwischen an vielen Tankstellen erhältliche Harnstoff-Lösung nicht selbst nachfüllen müssen, bevor das Auto sowieso zur Inspektion muss.
Audi-Chef Rupert Stadler, der im Konzern schon länger als angezählt gilt, dessen ungeachtet im Zuge der Neuorganisation aber kürzlich mit zusätzlichen Verantwortlichkeiten betraut wurde, sagte, man melde Ergebnisse "unseres systematischen Motoren-Prüfprogramms" regelmäßig an die Zulassungsbehörde, "da unser höchstes Interesse einer rückhaltlosen Aufklärung gilt". Die Behörde, also das KBA unter den Fittichen des Bundesverkehrsministeriums, wusste aber wohl schon Bescheid und bereitet eine Anordnung auf Rückruf vor. Bei Audi heißt es ungewohnt kleinlaut, man werde das Software-Update "in Absprache mit den, oder auf Anordnung der Zulassungsbehörden" zur Verfügung stellen.
Unterdessen hat der Autobauer die Auslieferung der betroffenen Modelle gestoppt. Es geht den Angaben zufolge um rund 60.000 Fahrzeuge. Höchste Zeit also für den neuen Audi A6 (C8) - wenn denn noch jemand glaubt, dass der sauber ist.











