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Minusrekorde auf breiter Front / Schlechtestes Ergebnis seit über zehn Jahren
Marktbericht: Neuzulassungen im Mai 2002
Erfahrungsgemäß seien die Zulassungsraten erst zur Jahresmitte hin saisonbedingt rückläufig. Die größten Einbrüche im Vergleich zum Vormonat verzeichneten die Krafträder mit 23,8 Prozent, gefolgt von den Sattelzugmaschinen mit 22,6 Prozent sowie den Kraftomnibussen mit 19,5 Prozent. Die "Übrigen Kraftfahrzeuge" wiesen allein auf weiter Flur mit + 7,0 Prozent ein positives Vorzeichen auf. Unterm Strich wurden im Mai 333.533 Kraftfahrzeuge (- 9,1 %) und 22.964 Kraftfahrzeuganhänger (- 8,6 %) neu in den Verkehr gebracht.
Derart niedrige Neuzulassungszahlen gab es bei den Kraftfahrzeugen in den ganzen 90er Jahren nicht. Selbst der schwache Vorjahreswert wurde noch um mehr als 60.000 Einheiten bzw. 15,5 Prozent unterboten. Den Minusrekord beim Vorjahresvergleich erzielten die Kraftomnibusse mit - 25,9 Prozent. 25.449 neu zugelassene Krafträder (- 24,3 %) sowie 16.430 Lastkraftwagen (- 21,2 %) waren ebenfalls "rekordverdächtig".
Die Kumulierung der bisherigen Monatsergebnisse lasse auch nichts Gutes erahnen. Einschließlich der 282.632 im Mai neu zugelassenen Personenkraftwagen sind es in der Summe nunmehr 1.385.479 in den ersten fünf Monaten dieses Jahres. Beide Zahlen bedeuten einen absoluten Tiefstand auf Jahre zurück. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum "fehlen" somit ca. 74.000 Pkw (5,1 %). Kaum vorstellbar, dass 1999 zu dieser Jahreszeit bereits 288.000 (!) Pkw mehr als heute neu zugelassen waren. Bei dieser Lage ist die positive Zwischenbilanz der Ackerschlepper mit einer Zunahme von 10,6 Prozent zum Vorjahr geradezu auffallend.
Korrekturen bei den Jahresprognosen seien wohl oder übel unumgänglich, so das KBA.











