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Keine Neuauflage durch den VDIK geplant
Endgültiges Aus für die AMI Leipzig

Leipziger Messe GmbH / [M:ak]
Für die AMI Leipzig als zweite
deutsche Automesse gibt es keine Zukunft
"Das Informationsverhalten der Verbraucher ändert sich, und das fließt natürlich in unsere Überlegungen ein", betonte Zirpel. Man suche aber nicht krampfhaft nach etwas Neuem. Die Automobilimporteure in Deutschland waren über ihren Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) Veranstalter der Messe.
Die Geschäftsführer mehrerer Importmarken bekräftigten diese Entscheidung. "Die AMI ist tot", sagte der Deutschland-Chef von Suzuki, Thomas Wysocki. "Für uns als kleine Marke ist es sinnvoller, das Marketingbudget in Aktionen zu stecken, die unmittelbar unseren Handelspartnern nützen." Auch der stellvertretende VDIK-Präsident und Nissans Deutschland-Chef Thomas Hausch sieht für eine zweite Automesse keinen Platz: "Durch das Internet können wir heute in einem Maße den Endkunden erreichen, wie das vor 25 Jahren beim Start der AMI noch nicht vorstellbar war", sagte er der Zeitung.
Hausch deutete an, dass der VDIK nach einer Möglichkeit sucht, das Thema moderne Mobilität facettenreich in Form einer regelmäßigen VDIK-Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei könnten die Themen Elektromobilität, vernetztes Fahren oder auch Carsharing eine Rolle spielen. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. "Natürlich müssen alle Mitglieder im VDIK sich bei einem solchen Projekt wiederfinden", fügte er hinzu.
Die AMI litt bereits seit dem Jahr 2010 unter einem Bedeutungsverlust. Bei der letzten Leipziger Automesse 2014 waren die Besucherzahlen um 44.000 auf 242.000 eingebrochen. Ende Februar dieses Jahres hagelte es dann kurz vor dem geplanten Start der Messe reihenweise Absagen der Importeure. Für die Leipziger Messegesellschaft bedeutet die Absage der AMI aber keinen Einbruch: 2016 verbucht sie sogar einen Rekordumsatz von 96 Millionen Euro.











