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Crossover-Modell mit Offroad-Look startet in Kürze
VW Beetle Dune: California Dreaming
Optisch gibt sich der Beetle Dune an einem Zentimeter mehr Bodenfreiheit und 18-TZoll-Rädern zu erkennen. Dazu kommen modifizierte Stoßstangen, die vor allem vorne das Antlitz deutlich verändern. Hierzu trägt auch ein zusätzlicher,. fünfteiliger Lufteinlass unterhalb der Motorhaube bei, der demnächst auch für den Beetle R-Line und Sport eingeführt wird.
Schwarze Seitenleisten in der Tradition der Käfer-Trittbretter und silberne Schweller kennzeichnen die Seitenansicht, dazu kommen natürlich schwarze Radhausverbreiterungen (+ sieben Millimeter Fahrzeugbreite und Spur pro Seite). Auch die (rein optischen) Unterfahrschutz-Elemente und die Außenspiegelkappen sind silbern ausgeführt. Großflächige Beklebungen auf der Seite vervollständigen den Auftritt - wer sie nicht mag, kann sie entfernen.
Weitere Änderungen betreffen die auf LED-Technik umgestellten Rückleuchten, wobei die Fotos eine nur teilweise Umstellung nahelegen. Vorne bleibt es bei konventionellen Blinkern und auch beim Auslaufmodell des gepunkteten Tagfahrlichts - hier muss der Beetle sogar dem Polo oder dem Amarok den neueren Look überlassen.
Zusätzlich zur bekannten Farbpalette liefert VW den Beetle Dune auch in "Sandstorm Yellow Metallic" und "Dark Bronze Metallic". Beim Coupé kann ein schwarzes Dach als Kontrast bestellt werden, beim Cabriolet ausschließlich ein schwarzes Verdeck. Auch im Innenraum setzt Volkswagen auf farbliche Variationen, die stets schwarzen Dachhimmel, Dachsäulen und Türverkleidungen umfassen, bei Türbrüstungen und Dash Pad aber je nach Außenlack auch auf Farbe setzen. Farbige Ziernähte und Ziffernblätterringe gehören ebenfalls zum Konzept.
Zur erweiterten Ausstattung des Beetle Dune gehören auf technisch-funktionaler Ebene Licht- und Regensensor, Lendenwirbelstützen vorn, Zusatzinstrumente, beleuchtete Make-up-Spiegel, Tempomat, automatisch abblendender Innenspiegel, Parksensoren hinten und der Berganfahrassistent. Motorseitig können Dune-Kunden die gleichen drei TSI-Benziner (105, 150 und 220 PS) sowie Zweiliter-Diesel (110 und 150 PS) wählen wie beim normalen Beetle. Die Fahrleistungen und Verbrauchswerte dürften minimal schlechter ausfallen.
Während der Beetle in Amerika besonders erfolgreich ist und demzufolge anders als bisweilen spekuliert nicht unbedingt ganz oben auf der Streichliste im Modellfahrplan stehen dürfte, so ist der Dune doch auch als Testballon zu verstehen, inwieweit sich die Verkäufe des exotischsten Volkswagen steigern lassen und ob ein Audi TTQ eine gute Idee wäre. Auch ist es ein Zeichen gegen den neuen offenen Range Rover Evoque. So ist auch anzunehmen, dass der Dune zwar teuer, ausstattungsbereinigt aber gar nicht so viel teurer wird als ein "normaler" Beetle. Das freilich ist zunächst eine Spekulation, denn trotz angekündigten Bestellstarts noch für diese Woche hat VW bisher keine Preise veröffentlicht.
Im Jahr 2000 gab es einen ersten Ansatz für die Vision eines Beetle Dune: Noch auf der Basis des New Beetle (Beetle erster Generation) entstand ein Conceptcar für die Los Angeles Auto Show; mit einer höhergelegten und knallgelb lackierten Karosserie und einem transparenten, herausnehmbaren Dach. Eine Serienplanung war damals nicht geplant, aber so ganz vergessen wurde der gelbe Käfer auch nicht. So machte sich Ende 2013 ein Team daran, das Konzept des New Beetle Dune auf den Beetle II zu übertragen. Erneut entstand eine Studie. Sie wurde im Januar 2014 auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit enthüllt. Dieses Mal sollte es nicht beim Concept bleiben.
So cool der Beetle Dune auch sein mag: Mit ihm eine Düne erobern zu wollen, ist anders als mit den heckgetriebenen, legendären Dune Buggies der 1960er- und 70er-Jahre keine gute Idee - denn Allradantrieb ist für das Auto nicht vorgesehen.












