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375 PS starker Mittelmotor-Sportler mit Leichtbauverdeck
Porsche Boxster Spyder: Ein Individualist zum Schluss
Das Verdeck ist nicht nur um den elektrischen Antrieb im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert, sondern auch lediglich als Sonnen- und Regenschutz gedacht, mithin insgesamt nicht vergleichbar mit der regulären, winterfesten Boxster-Kaputze. Die nach hinten gespannten Finnen geben der Silhouette ihr charakteristisches Design. Bug- und Heckteil stammen vom kürzlich vorgestellten Cayman GT4.
Zusammen mit den Sportschalensitzen und dem Verzicht auf Radio und Klimaanlage kommt der Boxster Spyder auf nur 1.315 kg Leergewicht (DIN). Das sind 40 mehr als beim Vorgänger, aber auch 30 weniger als beim Boxster GTS. Für Vortrieb sorgt der 3,8-Liter-Boxer aus dem 911 Carrera S, der hier 375 PS leistet - die Differenz von fünf PS zum Cayman GT4 ist reines Schubladenmarketing von Porsche. Wer die Gänge fix durchwechselt, kann in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, das sonst übliche Doppelkupplungsgetriebe steht nicht zur Wahl. Maximal rennt der Spyer mit 290 km/h über die Autobahn oder besser die Rennstrecke. Ein straffes Sportfahrwerk mit 20 Millimetern Tieferlegung, Bremsen aus dem 911 Carrera und eine direktere Lenkung unterstützen die Performance.
Der Boxster Spyder kommt ab Juli auf den Markt, Bestellungen nimmt Porsche bereits ab sofort entgegen. Mindestens 79.945 Euro wollen dafür nach Zuffenhausen überwiesen werden, rund 8.700 Euro mehr als für den GTS mit 330 PS. Ob die Mehrleistung und der besondere Look den Aufschlag wert sind, ist Geschmackssache, objektiv heftig aber ist die allgemeine Preisentwicklung: Der (schwächere) Vorgänger kostete vor fünfeinhalb Jahren über 16.500 Euro weniger.












