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Neue mehrfingerfähige Technik für günstige Fahrzeuge ab 2017 serienreif
Conti: Infrarot-Vorhang statt Touchscreen

Continental
IR-Sensoren erkennen
Mehrfinger-Bewegungen am Display
Bereits 2011 habe man gezeigt, dass man mit Hilfe eines Infrarot-Vorhangs beliebige Oberflächen im Fahrzeuginnenraum zu Bedienoberflächen umgestalten könne, erklärt Fook Wai Lee, Display-Entwickler bei Continental in Singapur. "Wir haben diese Technik nun so weiterentwickelt, dass sie auch typische Mehrfinger-Gesten wie Wischen, Auf- oder Zusammenziehen als Eingabemöglichkeit erkennt."
Beim Infrarot-Vorhang werden eine Reihe von Infrarot-Lichtquellen an den Seiten des Displays verbaut. War beim 1-Finger-Bedienen eine einzelne LED-Leiste ausreichend, müssen zur Erkennung von Mehrfinger-Gesten mehrere davon miteinander vernetzt werden. Wird eine Mehrfinger-Geste vor dem Display ausgeführt, so erkennt die Elektronik die Position der Finger über das jeweils blockierte Infrarotlicht. Diese Technik werde insgesamt günstiger in der Serienfertigung als aktuelle kapazitive Displays, erklärt Continental, wenn auch etwa Dacia mit dem LG-System zeigt, dass sich Touchscreens und niedrige Kosten nicht ausschließen müssen.
Die Entwicklung ist laut Continental bereits weit fortgeschritten. "Die Herausforderung liegt in der Integration: Unser Ziel ist es, dass die Infrarot-Lichttechnik nur minimal über die Displayoberfläche hervorsteht und dennoch alle gewünschten Mehrfinger-Gesten erkannt werden", erläutert Lee. 2017 soll es losgehen. Netter Nebenefekt: Der Infrarot-Vorhang stört sich anders als Touchscreens nicht an Handschuhen des Nutzers.











