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Interessenkollision mit Werkstätten-Test, der fortgeführt werden soll
ADAC verzichtet auf eigene Werkstattkette
Ab Oktober 2014 werden keine Werkstattbetriebe mehr mit dem Logo "ADAC-Werkstatt" am Markt präsent sein. Ursprünglichen Plänen zufolge wollte der Club wohl eine dreistellige Zahl von Partnerwerkstätten mit ADAC-Außensignalisation versehen. Derzeit gibt es jedoch erst neun ADAC-Werkstätten, die vom Club entsprechend weiterqualifiziert worden sind. Diesen solle kein wirtschaftlicher Nachteil entstehen, erklärte der ADAC, ohne Details zu nennen.
Auch bei der Ankündigung, neben den Verbraucherschutz-Testaktivitäten sein bestehendes Straßendienst-Partnernetz durch eine Qualitätssicherungsoffensive weiterentwickeln, blieb der Club vage, abgesehen von der Versicherung, diese Qualifizierung umfasse nicht die unternehmerische oder strategische Steuerung von Werkstattleistungen.
Die jetzt getroffene Entscheidung zum Verzicht auf unternehmerische Werkstatt-Aktivitäten bedeutet nicht, dass der ADAC künftig grundsätzlich auf nicht mehr wirtschaftlich aktiv sein wird.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat die ADAC-Entscheidung ausdrücklich begrüßt. "Wir freuen uns sehr, dass unsere immer wieder geübte Kritik am Vorhaben des ADAC jetzt endlich Gehör gefunden hat", so ein ZDK-Sprecher. Der Club habe erkannt, dass er seine Glaubwürdigkeit als neutraler Sachwalter von Autofahrerinteressen zunehmend aufs Spiel setze, wenn er einerseits Werkstatttests durchführe und sich andererseits selbst auf dem Werkstattmarkt wirtschaftlich betätige.











