archivmeldung Lesezeit ~ 3 Minuten
Zwei Aufkleber für Neuwagen / Einführung noch 2013
Mercedes: QR-Codes führen zur Rettungskarte
![]() | |
| Mit QR-Codes will | qrcode-monkey |
| Mercedes die Unfallrettung beschleunigen | |
Dieses Wissen kann lebensrettend sein, denn im Notfall muss jeder Handgriff sitzen und jede Sekunde ist kostbar. In vielen Fällen müssen die Retter allerdings ohne Rettungskarte auskommen, weil der Fahrzeugbesitzer keine mitführt, oder weil sie die Retter im Fahrzeug nicht finden können, empfohlen wird meist eine Platzierung an der Fahrer-Sonnenblende. Ist keine Rettungskarte an Bord oder auffindbar, müssen die Rettungskräfte vor Ort das Unfallfahrzeug sicher identifizieren - was bei starken Unfallschäden, fehlendem Typkennzeichen und/oder mangelnder Fachkenntnis keine verlässliche Methode darstellt und eine telefonische Kennzeichen-Anfrage erfordert.
Diesen Schritt will Mercedes-Benz nun abschaffen, in dem es direkt am Fahrzeug einen schnellen und sicheren Weg zur korrekten Sicherungskarte anbietet - und zwar ohne Zutun des Fahrzeugbesitzers. Alle Neufahrzeuge erhalten dazu zwei Aufkleber mit einem so genannten QR-Code. Dieses quadratische Symbol aus weißen und schwarzen Flächen wird beispielsweise oft von Zeitschriften verwendet, um die Leser via Internet auf bestimmte Internet-Seiten zu leiten. QR-Codes können dank einer App mit jedem Smartphone und Tablet gelesen werden, das über eine Kamera verfügt - eines dürfte heutzutage bei jedem Rettungseinsatz mitgeführt werden.
Die QR-Codes identifizieren das Fahrzeug sicher, machen grundlegende Informationen zum Fahrzeug sofort sichtbar und leiten automatisch auf die richtige Website mit der spezifischen Rettungskarte weiter. Voraussetzung ist allerdings eine bestehende Internet-Verbindung des Smartphones oder Tablets.
Der QR-Code wird noch in diesem Jahr eingeführt. Damit das Label einfach zu finden ist, bringt es Mercedes einmal in der Tankklappe und ein weiteres Mal auf der gegenüberliegenden B-Säule (von den Türen verdeckt) an. Beide Bereiche werden bei einem Unfall nur selten schwer beschädigt und sind von außen leicht erreichbar.
Die Idee erscheint weder schlecht noch extrem innovativ, wäre aber laut Daimler patentfähig. Man habe aber auf eine entsprechende Anmeldung verzichtet, damit auch andere Hersteller das System nutzen können, heißt es. Die QR-Codes wird Mercedes auch zur Nachrüstung anbieten. Rettungskarten zum Download stellen die Stuttgarter für alle Baureihen ab Produktionsstart im Jahr 1979 in unterschiedlichen Sprachversionen zur Verfügung; sie finden sich als 100seitiges Gesamt-Dokument unter der nachfolgend verlinkten, umständlichen Adresse, die von der Mercedes-Website aus nicht zu finden ist.












