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Sukzessive Einführung in allen Konzernmodellen
VW: Künftig CO2 als Kältemittel
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| Künftig mit CO2-Technik: | Volkswagen |
| (Bedieneinheit einer) VW-Klimaanlage | |
Während bei Daimler noch nach einem Ausweg aus dem Dilemma zwischen verboten und gefährlich gesucht wird, hat Volkswagen jetzt angekündigt, künftig natürliches CO2 als Kältemittel einzusetzen. Dies hatte bereits VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch vor einigen Wochen in einem seiner seltenen Interviews als Weg vorgegeben.
CO2 (Kohlendioxid) - als Kältemittel auch unter der Bezeichnung R744 bekannt - ist ein natürliches Gas. Sein GWP-Wert (Global Warming Faktor) beträgt 1 - unterschreitet mithin den von der EU vorgegebenen GWP-Grenzwert von 150 um 99,3 Prozent. Sollte CO2 bei einem Unfall austreten, ist es völlig ungefährlich, da das Gas weder giftig noch brennbar ist. VW schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe.
Der einzige Nachteil von CO2-Klimaanlagen liegt in den höheren Kosten aufgrund der hohen Druckverhältnisse. In der Großserie dürfte sich dies jedoch kaum bemerkbar machen.
VW versteht den Einstieg in die CO2-Technologie als einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz. "CO2 eignet sich hervorragend für darauf ausgelegte Klimaanlagen in Automobilen", heißt es in der Erklärung. Die Technologie solle sukzessive in der gesamten Fahrzeugflotte ausgerollt werden. VW hat dabei mehr Zeit als Daimler, weil alle aktuellen Modelle wegen früher Typprüfungstermine vom R134a-Verbot nicht betroffen sind, während Mercedes nach der Rückkehr zu R134a mit mehreren Modellen bereits gegen die Richtlinien verstößt.












