archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Warenverteilzentrum soll erhalten bleiben
Opel beendet 2016 Fahrzeugbau in Bochum
![]() | |
| Opel-Werk Bochum: "Tief im | Opel |
| Westen" beendet Opel die Fertigung | |
Bereits im Juni hatte Opel angekündigt, dass kein Nachfolge-Modell für den Zafira Tourer in Bochum angesiedelt werden kann. Trotz "intensiver Anstrengungen" sei es nicht gelungen, diese Situation zu ändern, hieß es. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf den "dramatisch rückläufigen" europäischen Automobilmarkt und die "enormen Überkapazitäten in der gesamten europäischen Automobilindustrie". Der Zafira soll künftig mutmaßlich im Stammwerk Rüsselsheim gebaut werden, wo durch den Abzug der Astra-Fertigung Richtung Großbritannien und Polen Kapazitäten frei werden.
Was nach dem Produktionsstopp aus dem Werk mit seinen über 3.000 Beschäftigten wird, ist noch offen. Man werde das Warenverteilzentrum erhalten, kündigte Opel an, und es ausbauen, "eventuell". Zudem verhandelt die Geschäftsleitung mit der Arbeitnehmervertretung über die Ansiedlung einer "wirtschaftlichen Komponentenfertigung". Darüber hinaus sei es Ziel der kürzlich auf Initiative von Opel gegründeten Arbeitsgruppe "Bochum Perspektive 2022", in Bochum und im gesamten Ruhrgebiet bestehende Arbeitsplätze "zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen".
Man baue auf die Arbeitsgruppe und habe die klare Absicht, eine signifikante Zahl von Mitarbeitern bei der Adam Opel AG auf tariflichen Arbeitsplätzen im Lagerbereich und in der möglichen Komponentenfertigung abzusichern, erklärte Steve Girsky, Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrats und Präsident von GM Europe. "Opel ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wird alles tun, um den dennoch notwendigen Stellenabbau in Bochum fair zu gestalten. Das Ziel der Verhandlungen mit dem Betriebsrat ist es, bis 2016 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen."
"Der Standort Deutschland ist unser wichtigster Markt und mit rund 20.000 Mitarbeitern das Rückgrat und die Heimat unserer Marke. Und das bleibt auch in Zukunft so", so Opels Interims-Chef Dr. Thomas Sedran. Die heutige Ankündigung ist Teil des Langfristplans "Drive! 2022". Er hat das Ziel, Opel bis Mitte des Jahrzehnts wieder zur Profitabilität zu führen. Neben mehr Kosteneffizienz setzt der Plan auf eine neue Vertriebsstrategie, eine Stärkung des Markenimages sowie eine Export- und Modell-Offensive.












