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2020 sollen Elektroantriebe preislich konkurrenzfähig werden
McKinsey: Batteriepreise sinken bis 2020 auf ein Drittel
Die kurzfristigen Preissenkungen erklärt die Unternehmensberatung mit der wachsenden Konkurrenz der Produzenten. "Einige Hersteller betreiben eine aggressive Preispolitik", sagt Hans-Werner Kaas, Leiter der McKinsey-Automobilberatung in Nord- und Südamerika. Bis 2015 rechnet McKinsey mit einem Absinken der Margen in den Lieferketten um 20 bis 40 %. Zugleich erwarten die Experten, dass die Produktionskapazitäten um zehn Prozent steigen bei gleichzeitig sinkenden Ausschuss, der bisher mit 20 bis 30 Prozent noch sehr hoch ist. Der Ausschuss werde bis 2015 auf etwa sechs Prozent sinken. Dadurch werde der Preis pro Kilowattstunde bereits auf rund 300 Euro sinken.
Einen besonders starken Preisverfall erwartet McKinsey zwischen 2015 und 2020 aufgrund großer Fortschritte in der Batterietechnik. Der Wechsel von Graphit zu Silizium-basierter Technik löse einen Schub aus, so Kaas. Zuwächse der Ladekapazität von 40 Prozent auf Zellebene und 30 Prozent bei den Anoden senkten den Preis pro Kilowattstunde um rund 100 Euro. Hinzu kommen weitere Optimierungen, die den Preis auf 160 Euro reduzieren, so McKinsey.
Dieser Preis hätte weitreichende Konsequenzen für Automobilindustrie, Mineralölwirtschaft und Maschinenbau, weil sich der Kauf von herkömmlichen Fahrzeugen nur noch dann lohne, wenn gleichzeitig der Benzinpreis auf 55 Euro-Cent pro Liter sinke, wovon aber "nicht auszugehen" sei. Wenn die Batteriepreise bis 2025 tatsächlich auf 130 Euro pro Kilowattstunde sinken, dürfte Kraftstoff nur noch 40 Cent kosten.











