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»Grand Sports Tourer» für ein neues Marktsegment / Großzügiges Platzangebot
»Vision GST«: Mercedes präsentiert in Detroit Studie für eine künftige große Gelände-Limousine
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| Vorstellung in Detroit: | © DaimlerChrysler AG | |
| Mercedes "Vision GST" | ||
Die Buchstabenkombination GST steht dabei für "Grand Sports Tourer" und beschreibt eine neue Fahrzeugkategorie, die Merkmale etablierter Autokonzepte in sich vereint und zu einem neuen, eigenständigen Profil kombiniert: Die Vision GST ist Reiselimousine, Kombi, Großraumfahrzeug und "Sport-Utility-Vehicle" (SUV) in einem - vor allem aber sei die Studie ein Automobil "mit beispiellosem Erlebnis-Faktor, das dem Begriff Langstrecken-Fahrgenuss neue Bedeutung verleihe", so Mercedes. Oder, kurz gesagt, die Studie ist eine Mischung aus Van und Geländewagen, quasi die ML-Klasse im XXL-Format: Der GST misst in der Länge 5,15 Meter und hat damit die Abmessungen einer Langversion der S-Klasse. Der Radstand der Designstudie beträgt 3,22 Meter. Viel Platz ist somit garantiert, und auch sonst ist der Prototyp in der Tat ein Automobil vor allem nach dem amerikanischen Geschmack: Viel Luxus, großvolumige, nicht eben sparsame, Motorisierungen und äußerst wuchtige Räder im 22-Zoll-Format.
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| Dynamische Linienführung | © DaimlerChrysler AG | ohne B-Säule und mit gegenläufig öffnenden Türen |
Das Erscheinungsbild wird vor allem durch die markante bogenförmige Dachlinie, die A- und C-Säule in leichtem Schwung miteinander verbindet, geprägt. Sie betont die lang gestreckte Silhouette der Fahrzeugstudie und symbolisiert unmissverständlich, dass unter dieser geräumigen Karosserie durchaus ein sportliches Herz schlägt. Die großen Räder und die keilförmige Linienführung der Seitenpartie verstärken diesen Eindruck.
Interessantes Detail: Von der Frontscheibe bis zum Heck erstreckt sich im Dachbereich eine große Scheibenfläche aus speziellem elektrochromem Glas, dessen Tönung die Insassen je nach Sonnenintensität per Knopfdruck verändern können. Ebenso markant sind die Seitenfenster der Design-Studie: Durch den Verzicht auf eine B-Säule entsteht eine große Scheibenfläche, die den sportlichen Auftritt des Fahrzeugs verstärkt. So genannte Schmetterlings-Türen sind ein weiteres Highlight der Mercedes-Studie; sie öffnen sich gegenläufig in einem Winkel von jeweils 90 Grad, bieten damit einen einzigartigen Ein- und Aussteigekomfort und eröffnen zugleich neue Gestaltungsmöglichkeiten für das Interieur. Ob sie in Europa gesetzlich zugelassen würden, steht dabei auf einem anderen Blatt.
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| Neue Designsprache: | © DaimlerChrysler AG | |
| Blick in den Innenraum des GST | ||
Blickfang der Instrumententafel ist eine ebenfalls optisch frei schwebende, aus zwei Aluminiumpaneelen und getöntem Glas gestaltete Mittelkonsole, die Farbbildschirm, CD-Spieler, Autoradio sowie einen Großteil der Bedienelemente beherbergt. Der Monitor gehört zum Navigationssystem; er wird von einer neuartigen Software gesteuert, die Richtungspfeile, Straßenkarten oder andere grafische Anzeigeelemente mit einem räumlich wirkenden Tiefeneffekt auf das Display projiziert. Auch die blau schimmernden Cockpit-Instrumente zeichnen sich durch diese moderne Anzeigetechnik aus. Für die Fondpassagiere steht - in Fahrzeugstudien aller Hersteller derzeit unvermeidlich - ein Entertainment-System mit DVD-Gerät und Videospielen zur Verfügung.
Auf den Markt kommen könnte der GST in zwei-drei Jahren. Gebaut wird er - wie die ML-Klasse - im amerikanischen Mercedes-Werk. Der Preis dürfte sich ebenfalls - mindestens - in Dimensionen der S-Klasse-Langversion bewegen.














