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Michael Schumacher feiert seinen 50. GP-Sieg
GP Frankreich: Reifenkrieg statt Bruderduell
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| GP von Frankreich: | © BMW AG |
Wieder beide Schumacher-Brüder auf dem Podest |
Diesmal hatte es schon der Vorstart in sich. Häkkinen kam nicht von seinem dritten Startplatz weg, der Motor wollte einfach nicht seinen Dienst aufnehmen. Wieder einmal Pech für den Ex-Weltmeister, der wohl ziemlich sauer auf die Stuttgarter war. Auch Pedro de la Rosa bekam mit seinem Jaguar in der Aufwärmrunde Probleme, konnte aber später mit Rundenrückstand am Rennen teilnehmen.
Beim Start war Ralf Schumacher den berühmten Tick schneller, Michael musste sogar aufpassen, dasss Coulthard ihn nicht schon in der ersten Kurve schnappte. "Am Start hatte ich Probleme mit der Kupplung.", sagte Schumi I später. Teamkollege Barrichello dagegen machte in der Startrunde direkt drei Plätze gut und war Fünfter.
Bis zum ersten Boxenstopp änderte sich an den Positionen nichts, es war ein eher langweiliges Rennen, in dem einzig Eddie Irvine für manch aufregendes Manöver sorgte. In der 21. Runde eröffneten Barricello und Nick Heidfeld die Tankstopps, die meisten Teams hatten zwei Boxenbesuche eingeplant. Zwei Runden später kamen Leader Ralf Schumacher und HH Frentzen an die Box, bei Ralf dauerte es mit über 10 Sekunden Standzeit ungewöhnlich lange. Dann der Galaauftritt der Ferrari-Strategen. Sie fertigten Michael bei seinem ersten Stopp in rund drei Sekunden weniger Zeit ab, Big Brother hatte sich die Führung in der Box erobert.
dasss es in Frankreich wieder kein Mercedes-Wochenende sein sollte, unterstrich die 10 Sekunden Stopp-and-Go Strafe für den enttäuschten Coulthard wegen Überschreiten des Speedlimits in der Boxenstraße. Normalerweise ein Problem mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer...
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| Enttäuscht: Ralf Schumacher | © BMW AG | |
Die nächsten Stopps brachten an der Spitze keine Veränderungen ins Klassement und auch auf der Strecke schien die Luft raus. Allenfalls David Coulthard raffte sich auf, Rubens Barrichello den dritten Platz streitig zu machen. Schumachers Teamkollege aber brachte den vielumjubelten Podestrang ins Ziel. Kurz vor Schluss Pech bei BMW: Montoya stoppte ein Motordefekt, was den unauffällig fahrenden Heidfeld auf Rang sechs vorspülte. Drei Deutsche in den Punkten.
Michael Schumachers Sieg ist fast schon eine Vorentscheidung für eine erfolgreiche Titelverteidigung. 31 Punkte vor David Coulthard sind happig, auch wenn Schumacher relativiert: "Es sind noch 70 Punkte zu vergeben, da kann viel passieren." Aber ein prickelndes Finale wie in den letzten Jahren ist wohl nicht mehr zu erwarten. - Oder macht es Bernie noch mal spannend?
Das Ergebnis im Überblick:
1. Michael Schumacher | Ferrari | 1:33:35:636
2. Ralf Schumacher | Williams/BMW | + 0:10:399
3. Rubens Barrichello | Ferrari | 0:16:381
4. David Coulthard | McLaren/Mercedes | + 0:17:106
5. Jarno Trulli | Jordan/Honda | + 1'08"285
6. Nick Heidfeld | Sauber/Petronas | 1 Runde













