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Über die Zertifizierung von Waschstraßen / Qualitätswäsche kann umweltbewusst sein
Wenn die Waschstraße eine TÜV-Plakette hat
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| Umweltbewusste und qualitätsorientierte | © Sonax GmbH & Co. KG | Waschstraßen können sich vom TÜV zertifizieren lassen |
Wenn sich Dr. Paul Widmer aufmacht, eine Waschstraße zu prüfen, benötigt er dazu mindestens zehn Autos. "Sie sind alle ganz unterschiedlich verschmutzt, nur so kann man die Qualität der Waschstraße herausfinden", sagt der Umweltschutzfachmann. Die gewaschenen Fahrzeuge prüft er auf Schmutzrückstände, Kalk- oder Salzränder oder sogar Schäden durch die Anlage.
"Viele Fahrzeuge sind durch die Wintermonate mit Streusalz belastet. Wenn sie jetzt gewaschen werden, gelangt Salz in den Wasserkreislauf", erklärt Dr. Widmer. Da bei der Autowäsche das Brauchwasser aufgefangen und wieder für die nächsten Wäschen verwendet wird, ist Salz ein großes Sorgenkind für die Waschstraßenbetreiber. Dr. Widmer: "Wenn zu viel Salz im Kreislauf ist, dann hat das Auswirkungen auf die Waschqualität." Außerden lässt das Salz die Anlagen schneller altern. "Deshalb ist es auch im Sinne der Waschstraßenbetreiber, die Salzkonzentration so gering wie möglich zu halten."
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| Blick ins | © TÜV Nord Gruppe | "Backoffice" einer Waschanlage |
Waschstraßen mit Prüfsiegel müssen ein Betriebstagebuch führen, in dem zum Beispiel Störungsmeldungen dokumentiert werden. Außerdem müssen die Mitarbeiter über die Gefahrstoffe informiert sein, und der Betrieb muss gut organisiert sein. Nur wenn das alles erfüllt ist, gibt es das Qualitätssiegel. "Waschstraßen, die sich einmal diesen Anforderungen stellen, beauftragen uns wieder, wenn das Siegel nach einem Jahr abläuft. Sie wollen die Zertifikate, weil sie einsehen, wie wichtig Qualität ist." Denn, das hat Dr. Paul Widmer beobachtet, das Siegel locke nicht nur Kunden, sondern wirke auch motivierend auf die Mitarbeiter.













