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TÜV: Gravierende Schäden lauern oft im Verborgenen / Reparaturkosten übersteigen schnell Wiederbeschaffungswert
Nur ein paar Dellen - und doch ist es ein Totalschaden
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- Fall eins: Ein VW Passat, Baujahr 1996, mit Frontschaden. dasss Vorbau, Kotflügel, Motorhaube und Scheinwerfer in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist gleich zu sehen. Beim Aufheben des Autos und beim Öffnen der Motorhaube stellt sich dann noch heraus: Klimaanlage und etliche Motor-Anbauteile (Lichtmaschine, Einspritzpumpe etc.) sind ebenfalls hinüber. Die Diagnose in Zahlen: Einem Wiederbeschaffungswert in Höhe von 18.600 Mark stehen geschätzte Reparaturkosten von 25.400 Mark gegenüber. Totalschaden!
- Fall zwei: In einen Seat Vario, Baujahr 1999, ist vorne links einer reingekracht. Auf den ersten Blick sichtbare Schäden: Linkes Rad und linker Kotflügel kaputt, Motorhaube verschoben. Bei genauer Untersuchung weiter festgestellt: Die Achse ist verschoben, beide Rahmenlängsträger sind gestaucht. Wiederbeschaffungswert: 18.000 Mark. Geschätzte Reparaturkosten: 18.800 Mark. Knapp, aber dennoch: Totalschaden!
- Fall drei: Bei einem Ford Escort, Baujahr 1994, geht nach einem Zusammenstoß die linke hintere Türe streng. Der TÜV-Schadengutachter findet heraus, dasss Kofferraumboden und Rahmen eine Stauchung abbekommen haben. In Zahlen ausgedrückt: Der Wiederbeschaffungswert beträgt 6.800 Mark, die Reparaturkosten würden bei 9.000 Mark liegen. Totalschaden!
Von abstrakten Definitionen zu technischen Phänomenen. dasss viele Schäden oft erst auf den zweiten und dritten Blick festgestellt werden können, liegt auch an der Bauweise der modernen Autos. Ein Beispiel: Kunststoff-Stoßstangen mit Aufpralldämpfer nehmen nach einem Zusammenstoß oft wieder ihre ursprüngliche Form an. "Ob es die Teile hinter der Knautschzone erwischt hat, sieht man dann erst, wenn das Auto aufgehoben wird", sagt TÜV-Experte Beutlhauser.












