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Freitag, 13. März 2026

Alle Zahlen und Tendenzen

Fahrzeugbestand 2026: Und wieder ein Anstieg

Exakt 61.341.244 zugelassene Kraftfahrzeuge gab es zum Jahresbeginn 2026 in Deutschland – so viele wie nie zuvor. Zuwächse verzeichneten dabei erneut alle Fahrzeugarten – nicht aber natürlich jeder Hersteller. Alle Zahlen und Tendenzen.

Fahrzeugbestand 2026: Und wieder ein Anstieg
Renault
Autolan-D: Auch im Jahr 2025 stieg die Zahl
der Pkw und Kfz allgemein weiter an (Symbolbild)
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Die Spirale dreht sich weiter. Auch 2026 ist der Fahrzeugbestand in Deutschland weiter gewachsen. Nach der kürzlich vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg veröffentlichten Jahresstatistik stieg die Gesamtzahl zugelassener Fahrzeuge zum Stichtag 1. Januar 2026 um weitere 0,4 Prozent auf gut 61,3 Millionen, die der Pkw um 0,3 Prozent auf 49.486.487, entsprechend rund 150.000 zusätzlichen Pkw auf den Straßen. Die Kfz-Anhänger erreichten mit 8.656.790 Einheiten einen Bestandszuwachs von 1,2 Prozent.

Auch in allen anderen Fahrzeugklassen ermittelten die KBA-Statistiker steigende Bestandszahlen. So wurden 0,2 Prozent mehr Krafträder, 1,8 Prozent mehr Lkw, 2,3 Prozent mehr Busse und 0,4 Prozent mehr Zugmaschinen gezählt.

Die verbreitetste Kraftstoffart bei den Pkw blieb Benzin (59,3 %), gefolgt von Diesel (27,0 %). Beide weisen aber eine rückläufige Häufigkeit auf, konkret um 1,9 bzw. 3,2 Prozent. Die hybridbetriebenen Pkw legten mit rund 4,4 Mio. Einheiten um 22,6 Prozent zu, der Anteil betrug hier 8,8 Prozent. Darunter befanden sich 1,12 Mio. Plug-in-Fahrzeuge, die ihren Anteil um 16,1 Prozent auf 2,3 Prozent steigerten. Fahrzeuge mit der Antriebsart Brennstoffzelle (0,0 %/-12,6 %), Flüssiggas (0,6%/-5,2 %) und Erdgas (0,1%/-9,2%) spielen praktisch keine Rolle. Der Bestand der reinen Elektrofahrzeuge (BEV) wuchs wie bereits vorab berichtet um fast ein Viertel (23,2 Prozent) auf 2,03 Mio. Einheiten. Die Stromer stellen damit etwas mehr als jeden 25. Pkw.



Bestand nach Bundesländern und Herstellern
Die meisten Kfz sind natürlich im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeldet, insgesamt fast 12,8 Millionen. Zusammen mit Bayern und Baden-Württemberg ergibt sich ein Anteil von fast 53 Prozent. Die geringsten Zahlen melden Bremen und das Saarland vor Hamburg. Sowohl bei den Motorrädern als auch den Zugmaschinen (zu denen auch Traktoren zählen) liegt Bayern noch vor NRW.

Noch ein Blick auf den Pkw-Bestand nach Herstellern. Die deutschen Marken VW (20,8 %), Mercedes (9,6 %), Opel (7,7 %), BMW (7,0 %), Audi (6,7 %) und Ford (6,6 %) waren bei den Pkw am häufigsten vertreten. Hiervon verzeichneten Opel und Ford im Vergleich zum Vorjahr deutliche Rückgänge, Audi eine leichte Minustendenz und die übrigen leichte Zuwächse. Skoda war die anteilsstärkste Importmarke mit einem Anteil von 5,8 Prozent und einer Steigerung von 4,5 Prozent, gefolgt von Cupra/Seat (3,5 %/+5,8 %) sowie den anteilsgleichen Hyundai (3,2 %/+2,1 %) und Renault (3,2 %/-2,8 %) vor Toyota (2,7 %/+0,1 %). Insgesamt gut 37,5 Prozent aller Pkw stammt aus dem VW-Konzern.

Hohe prozentuale Zuwächse erreichten bezogen auf die nicht ganz kleinen Anbieter BYD, Aston Martin, MG und Alpine. Am anderen Ende der Tabelle stehen mit Chrysler, Dodge oder Daihatsu Marken, die jedenfalls hierzulande nicht mehr aktiv sind; bei den größeren, aktiven Marken findet sich ein Rückgang vor allem bei Honda, DS, Jaguar, aber auch bei Renault, Opel, Ford und Peugeot.
Fahrzeugklassen, Halter & Oldtimer
Die Kompaktklasse war mit rund 10,8 Mio. Pkw (-4,4 %) und einem Anteil von 21,8 Prozent das stärkste Segment, gefolgt von den Kleinwagen, die bei einem Plus von 2,6 Prozent mit 8,82 Mio. einen Anteil von 17,8 Prozent ausmachten. Das drittstärkste Segment stellen die SUVs mit 7,19 Mio. Exemplaren entsprechend 14,5 Prozent Anteil und dem stärksten Zuwachs aller Segmente (9,7 Prozent). Rechnet man die ähnlichen, aber vom KBA getrennt erfassten Geländewagen hinzu, kommt diese Fahrzeuggattung auf insgesamt über 21 Prozent Bestand. Einen ebenfalls zweistelligen Anteil am Gesamtbestand verzeichnete die Mittelklasse mit 5,45 Mio. (11,0 %/-3,0 %). Die Zahl der Wohnmobile stieg binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent auf 1,05 Millionen (Anteil 2,1 Prozent).

Rund 43,7 Millionen (88,3 %/+0,3 %) der Pkw waren auf Privatpersonen zugelassen. Die Anzahl der gewerblich zugelassenen Pkw stieg um 0,2 Prozent auf 5,7 Millionen (11,6 %). Das Durchschnittsalter der Pkw ist um weitere 0,3 auf inzwischen 10,9 Jahre angestiegen. 923.538 der Kfz sind älter als 30 Jahre, also Oldtimer, darunter 822.537 Pkw (+4,1%) mit und ohne H-Kennzeichen. Außerdem waren knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen ausgestattet.

Vergleich mit 2016
In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Kfz um über 12 Prozent erhöht, die der Pkw um fast zehn Prozent. Dies bedeutet alleine 4,4 Millionen zusätzliche Pkw. Der BEV-Bestand betrug damals gerade einmal 25.500 Fahrzeuge, rechnerisch würde dies einem Anstieg um rund 8.000 Prozent entsprechen. Das Fahrzeugalter lag seinerzeit bei 9,2 Jahren, und Opel erreichte im Marken-Ranking noch Platz 2.
Methodische Hinweise
Der hier erläuterte Fahrzeugbestand umfasst den sogenannten "fließenden Verkehr" einschließlich der Saisonkennzeichen, nicht aber die abgemeldeten Autos. Die nicht-zugelassenen Pkw spiegeln größtenteils den Gebrauchtwagenmarkt wieder, der Rest geht auf das Konto von "eingemotteten" Autos wie Young- und Oldtimern. Insgesamt sind im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des KBA zum Jahresbeginn 2026 über 70 Millionen Fahrzeuge registriert – überwiegend zusammengesetzt aus der oben dargelegten Gesamtzahl von Kraftfahrzeugen zuzüglich der etwa 8,7 Mio. Anhänger und – diese eine Zahl können wir nur schätzen – rund 2,0 Mio. Kfz mit Versicherungskennzeichen (Mofas & Co.).

Genaue Zahlen und Tendenzen entnehmen Sie bitte den verlinkten Übersichten.
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