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Montag, 9. Februar 2026

Toyota-Ableger mit Plug-in-Technik ab etwa 60.000 Euro

Suzuki Across II: Erwachsen geworden

Trotz Verkaufszahlen, die man umgangssprachlich als homöopathisch beschreiben würde, hält Suzuki an seinem Topmodell Across fest. Jetzt macht sich die neue Generation auf den Weg, die schöner und besser ist. Und natürlich weiterhin eigentlich ein Toyota.

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Der im Mai 2025 vorgestellte Toyota RAV4 der sechsten Generation ist noch immer nicht auf dem Markt, da meldet sich Suzuki mit dem neuen Across zu Wort. Wie bisher, handelt es sich bei Suzukis Speerspitze im Modellprogramm um nicht mehr, aber auch nicht weniger als eben jenen RAV4, den der Autobauer nur mit leichten Retuschen zum eigenen Modell ummodelt. Badge Engineering nennt man das in der Branche durchaus verbreitete Prinzip.

Der neue Across ist mit 4,60 Metern etwas kürzer ausgefallen als das bisherige Modell, im Übrigen behält es seine Abmessungen. Der Generationswechsel sorgt indes für ein stimmigeres Erscheinungsbild. Der neue Across ist, wie eben auch der RAV4, bulliger geworden, ruhiger im Auftritt, trägt schönere Leuchteinheiten, zeigt mehr Sinn fürs Detail und verzichtet auf die im Bereich der Außenspiegel ansteigende Fensterlinie.

Auch das Interieur hat merklich gewonnen. Anstelle des zerklüftetet wirkenden Ambiente des bisherigen Modells bringt das neue eine klarer gestaltetes und merklich wertigeres Konzept mit, das selbst in Details wie Becherhaltern, Türgriffen, Luftduschen dem ersten Foto nach zu urteilen schon fast überraschend gut gemacht ist. Ein 12,3 Zoll großes Kombiinstrument weist in die gleiche Richtung. In der Mittelkonsole findet sich ein 12,9-Zoll-Bildschirm. Neu verfügbar ist ein Head-up-Display.

Während es den RAV4 mit diversen Motoren und auch als Fronttriebler geben wird, setzt Suzuki natürlich auch künftig ausschließlich auf den Allradantrieb als markenprägende Technik. Sie wird auch weiterhin mit dem Plug-in-Antrieb gekoppelt. Durch die Integration der PCU (Power Control Unit) und des DC/DC-Wandlers in die vordere eAxle sowie den Einsatz von Halbleitern aus Siliziumkarbid ist das neue System aber kompakter und ermöglicht einen geräumigeren Innenraum.

Die Batteriekapazität wächst um 4,6 auf 22,7 kWh und sollte demnach rein elektrische Reichweiten nahe der 100-km-Marke ermöglichen. Als Verbrenner fungiert weiterhin der 2,5-Liter-Vierzylinder mit 143 statt bisher 185 PS, der interessanterweise sowohl mit Direkteinspritzung als auch mit Saugrohreinspritzung arbeitet, wobei je nach Fahrbedingungen zwischen beiden Systemen gewechselt wird. Dazu kommen ein statt 182 nun 204 PS starker E-Motor an der Vorderachse und unverändert ein weiterer mit 55 PS an der Hinterachse. Die Systemleistung dürfte weiter im Bereich von 300 PS liegen.

Zum genauen Marktstart-Termin und zu Preisen macht Suzuki noch keine Angaben. Aber dass es im Frühling losgehen wird, halten wir für wahrscheinlich, ebenso wie das Festhalten an einer guten, aber nicht sehr guten Ausstattung und nahezu keinen Möglichkeiten der Individualisierung. Der Across dürfte etwas teurer werden, aber unter 60.000 Euro bleiben. Da wird es Suzuki auch künftig schwer haben, allzu viele Kunden zu überzeugen, auch wenn der neue Across auf den ersten Blick viel überzeugender ist als bisher.
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