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Mittwoch, 3. März 2021,
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Facelift und Namensänderung für das viertüriges Coupé

Volkswagen CC: Weg mit dem »Passat«

Volkswagen
Facelift ab Februar:
Volkswagen (Passat) CC
2008 stellte VW seine Interpretation eines "viertürigen Coupés" vor. Rund vier Jahre und fast 270.000 Exemplare später steht demnächst das Facelift an: Behutsam aufgefrischter Look trifft neue Assistenzsysteme und Ausstattungen. Im Namen verschwindet der Passat, in den übrigen Genen nicht. Wie erwartet, hat VW die Front- und Heckpartie der großen Limousine dem aktuellen Markenstandard angepasst. Merkmale sind ein bulligerer Kühlergrill zwischen neu geformten Scheinwerfern, die aber auf die sonst übliche Ecke am Übergang verzichten, sowie eine modifizierte Frontschürze mit einem eckigen Einsatz für die Nebelscheinwerfer. Bi-Xenon-Licht mit Kurven- und Abbiegelicht sowie LED-Tagfahrlicht im Girlanden-Design ist jetzt modellübergreifend Standard.

Während die Seitenpartie von mutmaßlich neuen Räderdesigns abgesehen unverändert bleibt, fällt der Blick am Heck auf die neu gezeichneten Rückleuchten. Sie sind soweit ersichtlich bezüglich Schluss- und Bremslicht in LED-Technik ausgeführt, nicht aber in Sachen Blinker. Auch hier hat VW das Nachtdesign der Leuchten stärker differenziert als bei den anderen Modellen.

Zur Serienausstattung gehören fortan außerdem die Müdigkeitserkennung, Edelstahl-Einstiegsleisten, Nebelscheinwerfer und Kopfstützen mit zusätzlicher Längseinstellung (vorn), ferner das CD-Radio RCD 310 - anders ausgedrückt: selbst das "kleine" Navigationssystem ist auch weiterhin aufpreispflichtig. Das Interieur hat VW an das Passat-Facelift angepasst - sichtbarste Änderungen sind die Analoguhr auf der Mittelkonsole mit neu positioniertem Warnblinkschalter und die Chromrähmchen an Luftausströmern und Tasten.

Außerdem dürfen sich CC-Kunden auf die neue Klimabedieneinheit freuen, die an die ursprüngliche im Passat erinnert. Displays, Halbgradschritte, ein Drehregler fürs Gebläse und eine intuitivere Bedienung sind die wesentlichen Merkmale. Das nicht zuletzt auch optisch ansprechendere System wird neuerdings auch im Passat und hoffentlich bald in weiteren Baureihen eingesetzt.

Im übrigen halten im VW CC neue, optionale Assistenzsysteme Einzug. Hierzu zählen der bei Volkswagen erstmals eingesetzte Side Assist Plus inklusive Lane Assist mit Lenkeingriff, die adaptive, automatische Fernlichtregelung Dynamic Light Assist und die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung. Den Komfort optimiert ein belüfteter Massage-Sitz, die wie bei der Passat Limousine per Fußbewegung unter dem Stoßfänger öffnende Kofferraumklappe (in Kombination mit schlüssellosem Zugang), der halbautomatische Einparkassistent und die elektrisch ausschwenkbare Anhängerkupplung.

Motorseitig gibt es keine Änderungen. Im Angebot sind die beiden Diesel mit 140 und 170 PS, die TSI-Benziner mit 160 und 210 PS und auch der 3,6-Liter-Sechszylinder mit 300 PS. Nur die Diesel verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Das effizienteste Modell ist der 2,0 TDI mit 140 PS, Frontantrieb und manuellem Getriebe, der - unverändert - 4,7 Liter im Norm-Mittel verbraucht.

Das Auto basiert natürlich nach wie vor auf dem Passat, legt diesen Namensbestandteil aber künftig ab (in den USA und anderen Ländern war dies schon immer so). Als Volkswagen CC - das Akronym stand für das nur selten kommunizierte "Comfort Coupé" - soll die Limousine die Brücke in die Oberklasse schlagen, wie es bei VW heißt. In der Tat besteht hier eine große Lücke zwischen Passat Highline und Phaeton oder Touareg. VW-Designchef Klaus Bischoff hatte unlängst in einem Interview mit "auto motor und sport" geäußert, der CC könne aus seiner Sicht der Grundstein für eine eigene Baureihe sein, die aus der Nische herauswachse. Bis es aber tatsächlich etwa einen CC Variant als Audi-A6-Alternative geben wird, dürfte noch viel Wasser den Mittellandkanal in Wolfsburg herunterfließen.

Seine Weltpremiere feiert der VW CC auf der Los Angeles Auto Show ab dem 18. November 2011. Die Markteinführung beginnt in Deutschland im Februar 2012 und danach in ganz Europa, Amerika, Russland und weiteren Märkten; in China soll 2013 eine lokale Variante starten.

Preise liegen noch nicht vor. Wir erwarten angesichts der zusätzlichen Extras eine Steigerung um rund 2.000 Euro, damit dürfte es bei rund 32.500 Euro für den Benziner und 33.500 Euro für den Diesel losgehen - womit der CC günstiger bleibt als der Variant Highline. Was für die Kunden gut ist, dürfte der "Brücke in die Oberklasse" aber eher im Weg stehen.
Leserbrief Autokiste folgen date  03.11.2011  —  # 9743
text  Hanno S. Ritter
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