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Ehemalige Verfassungsrichterin wird oberste Korruptionsbekämpferin bei Daimler
Daimler beruft Frau in den Vorstand
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| Daimler | |
| Hohmann-Dennhardt | |
Daimler folgt damit der Ankündigung vom September 2010, den Vorstand um ein Ressort zur Korruptionsbekämpfung und damit von sechs auf sieben Mitglieder zu erweitern. Der Vertrag wurde nach den Konzern-Usancen auf drei Jahre befristet.
Hohmann-Dennhardt kann auf eine große Karriere zurückblicken: Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen 1975 begann sie ihre juristische Laufbahn an den Universitäten Hamburg und Frankfurt am Main, wo sie 1979 promovierte. In den Jahren 1981 bis 1984 war sie als Richterin an den Sozialgerichten Frankfurt am Main und Wiesbaden sowie am Landessozialgericht Darmstadt tätig, anschließend wurde sie zur Direktorin des Sozialgerichts Wiesbaden ernannt. Nach einer Station bei der Stadt Frankfurt am Main wurde die 1991 als Ministerin der Justiz in die Hessische Landesregierung berufen. Von 1995 bis 1999 wirkte sie dort als Ministerin für Wissenschaft und Kunst.
Sodann wurde die heute 60jährige zur Richterin am ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ernannt, wo sie Anfang dieses Monats nach Ablaufen der Amtszeit ausgeschieden ist.
Es ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass Daimler eine Frau in den Vorstand bestellt. Bezogen auf die deutschen DAX-30-Unternehmen ist bisher nur vier Frauen der Aufstieg in den Vorstand gelungen, nämlich bei Siemens (zwei), SAP und E-on. Bezogen auf die Autobauer hat auch Opel zwei Vorstandspositionen weiblich besetzt.
Der Daimler-Aufsichtsrat verlängerte außerdem den Vertrag von Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finanzen & Controlling sowie Daimler Financial Services, bis zum 31.12.2014. Uebber gehört dem Gremium seit Dezember 2004 an, sein Vertrag wäre im Dezember 2011 ausgelaufen.












