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Konzern-Aktie beendet NYSE-Listing / Kostensenkung angestrebt
Daimler kehrt der Wall Street den Rücken
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| Daimler kehrt der | Gina Sanders/Fotolia |
| Wall Street den Rücken | |
Man lege weiterhin sehr viel Wert auf eine international ausgerichtete Aktionärsbasis, zitiert eine Mitteilung Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber. Der eindeutige Haupthandelsplatz der Aktie sei aber Frankfurt - auch für internationale Investoren. Uebber betonte, die Bedeutung des amerikanischen Absatzmarktes für Daimler und die Verbundenheit zu Nordamerika bleibe unverändert groß. Der Konzern verkauft etwa jedes vierte Fahrzeug in Nordamerika, rund zehn Prozent der weltweiten Belegschaft arbeiten dort.
Bereits Mitte 2006 hatte Daimler beschlossen, zwölf Börsenplätzen den Rücken zu kehren. Darunter waren seinerzeit die Börsen in Paris, Tokio, Chicago und in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München. Im Jahr darauf hatte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" erklärt, man wolle der NYSE auch nach dem Verkauf von Chrysler treu bleiben. Das Listing an den US-Börsen sei zwar aufwendig, es habe aber eine "disziplinierte Wirkung" auf den Konzern. Noch vor zwei Wochen, als die Deutsche Telekom ihren Abschied von der Wall Street ankündigte, hatte Uebber derartige Überlegungen für sein Unternehmen dementiert.
Im letzten Herbst hatten u.a. bereits die Allianz, Infineon, Bayer und BASF den Rückzug von der US-Börse angetreten. Damit werden künftig nur noch die Dax-Werte Deutsche Bank, Fresenius Medical Care, SAP und Siemens an der NYSE gehandelt.












