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Europa- und Kleinwagen-Quote weiter schlecht / Gesetzliche Pflicht ab 2011/2014
ESP-Quote steigt auf 81 Prozent
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| 81 Prozent aller deutschen | Bosch |
| Neuwagen hatten 2008 ESP an Bord | |
In vielen europäischen Ländern nahm die ESP-Ausrüstungsrate teilweise stark zu - beispielsweise in Italien von 42 auf 51 und in Großbritannien von 48 auf 56 Prozent. In Frankreich dagegen ging der Anteil von 46 auf 42 Prozent zurück, was vor allem am gestiegenen Anteil neu zugelassener Kleinwagen liegt. Im deutschen Kleinwagensegment wuchs der Anteil um sechs Prozentpunkte auf 44 Prozent. In den fünf größten Märkten Europas (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien) ist noch immer nur gut jeder fünfte Klein- oder Kleinstwagen mit dem elektronischen Rettungsanker ausgerüstet.
Das Problem mangelnder ESP-Ausrüstung wird sich in den kommenden Jahren geben - weil ab 2010 im werbewirksamen EuroNCAP-Crashtest keine Fünf-Sterne-Höchstwertung mehr bei Baureihen ohne ESP möglich sein wird, weil der öffentliche Druck auf die Hersteller weiter zunimmt - und letztlich auch, weil der Gesetzgeber inzwischen tätig geworden ist.
So gilt in den USA bereits seit 2007 eine sukzessive Einführung bis zum Modelljahr 2012. Europa schreibt allen neuen Fahrzeugmodellen ab November 2011 die Ausstattung mit dem Sicherheitssystem vor, allen Neuzulassungen allerdings erst von November 2014 an. In Australien gilt nach einer jüngst beschlossenen Regelung ein ähnlicher Zeitplan, allerdings mit 2013 als Endpunkt.
Bosch hat ESP zusammen mit Mercedes entwickelt. Der Serienstart erfolgte 1995 in der Mercedes S-Klasse (W 140) und im SL (R 129). Zahlreiche internationale Studien belegen die hohe Wirksamkeit auf die Sicherheit. Weil die Bezeichnung ESP ein eingetragenes Markenzeichen von Daimler ist, nutzen einige Hersteller (freiwillig) andere Bezeichnungen wie DSC, VSC, VSA oder PSM.












