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Keine Kurzarbeit geplant / Marktanteil soll steigen
Ford: Deutsche Werke voll ausgelastet
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| Fiesta-Montage in | Ford |
| Köln-Niehl: Werk voll ausgelastet | |
In diesem Jahr habe man die Produktion lediglich um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert und deshalb 200 zum Jahresende auslaufende Zeitverträge nicht verlängert. "Weitere Anpassungen sind derzeit nicht geplant. Betriebsbedingte Kündigungen bei der Stammbelegschaft wird es wie vertraglich vereinbart bis 2011 nicht geben."
Die Krise der US-Mutter wird sich laut Mattes nicht - wie bei Opel - auf die deutschen Werke auswirken, etwa durch Kapitalabzug oder Sanierungspläne: "Ein Abzug von Geldern aus Europa in die USA steht nicht zur Diskussion." Auch die Verschiebung von Investitionen oder neuer Produkte sei nicht geplant. "Wir werden an unseren Zukunftsplänen keine Änderungen vornehmen und unsere produktgetriebene Strategie planmäßig fortsetzen", so Mattes.
Ford konnte in Deutschland und Europa gegen den Trend zulegen und erreichte per Oktober mit 182.400 Neuzulassungen in Deutschland einen Marktanteil von 6,9 Prozent, 4,5 Prozent mehr als 2007. Mattes ist sogar optimistisch, den Marktanteil in Deutschland bis zum Jahresende weiter auf mehr als sieben Prozent erhöhen zu können. "Ja, wir sind hier auf einem guten Wege und halten an diesem Ziel fest."
Die Zukunft des Motorenwerkes in Köln, das - derzeit mit Kurzarbeit - vorrangig großvolumige Motoren für den US-Markt produziert, wird sich nach Angaben von Mattes noch in diesem Jahr entscheiden. Unabhängig davon müssen jedoch die Beschäftigten nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten. "Die 750 Arbeitsplätze sind ebenfalls bis 2011 gesichert dank der Investitionssicherungsvereinbarung. Das heißt, auch hier wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben." Bislang habe man den Nachfragerückgang bei den Motoren damit kompensiert, dass Mitarbeiter in andere Bereiche versetzt wurden.
Als Spekulation bezeichnet Mattes, dass die Produktion des Ford Fusion von Köln nach Rumänien verlagert wird. "Der Fusion wird bis zum Ende des Lebenszyklus 2010 in Köln gefertigt. In Rumänien wird ab 2009 der Ford Transit Connect und ein white space product, nicht der Fiesta, gefertigt. Das Modell wird eine komplett neue Nische in unserem Produktportfolio besetzen, und frühestens ab 2010 verkauft werden."












