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Betriebsratschef bezeichnet Situation als sehr angespannt
Opel-Werk Bochum droht Produktionsstopp im gesamten Dezember
Die Situation sei so angespannt, dass Opel nicht mehr monatlich, sondern wöchentlich Absatz und Produktion prüfe, um keine zu großen Halden beim Handel aufzubauen. Für die Mitarbeiter bedeute dies ein Wechselbad der Gefühle.
Laut Einenkel plant Opel wie im Standortsischerungsvertrag bis 2016 vorgesehen keine betriebsbedingten Kündigungen. Allerdings sei gerade im Gespräch, in Deutschland ein neues Abfindungsprogramm aufzulegen. Allein in Bochum könnten aufgrund der Produktivitätsverbesserungen 100 bis 150 Kollegen entbehrt werden - allerdings nur auf freiwilliger Basis. "Ich erwarte hier in den nächsten Tagen eine Entscheidung", kündigt Einenkel an. Dabei spreche aber nicht nur die Europazentrale in Zürich ein Wörtchen mit, sondern auch die Konzernzentrale in Detroit, "denn bei solchen Abfindungsprogrammen geht es immer um beachtliche Summen, die der Konzern in die Hand nehmen muss".
Kritisch sieht Einenkel eine mögliche Fusion von General Motors und Chrysler und fürchtet als Folge starke Arbeitsplatzverluste in den USA. Für Europa erwarte er zwar keine großen Auswirkungen, für die US-Kollegen bei Chrysler und GM wäre es aber eine bittere Entscheidung. Denn interessant seien nur die Marke Jeep und die Chrysler-Minivans. "Das riecht förmlich nach Werksschließungen und weiteren zehntausenden Entlassungen."











