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Gericht: Gepäckstücke müssen von der Beifahrerseite aus herausgeholt werden
Urteil: Autotür darf zum Aussteigen nur kurz geöffnet werden
Das Kammergericht Berlin gab jedoch dem Aussteigenden die Schuld (Beschluss vom 22.11.2007;
Der Parkende habe hier angegeben, zum Zeitpunkt der Kollision neben seinem Auto gestanden zu haben, um eine rechts vom Fahrersitz liegende Tasche herauszunehmen. Das Aussteigen sei also noch nicht abgeschlossen gewesen, so das Gericht, denn es ende erst mit dem Schließen der Fahrzeugtür und dem zügigen Verlassen der Fahrbahn. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Mann den Unfall fahrlässig verursacht habe. Dies wäre nur dann anders, wenn er den zu seinen Lasten gehenden Anscheinsbeweis widerlegt hätte, was er aber nicht getan habe.
Im Übrigen, so das Gericht, sei sogar nach den eigenen Unfallschilderungen des Mannes von einem Sorgfaltspflichtverstoß auszugehen. Denn er wäre dazu verpflichtet gewesen, seine Tasche entweder sofort beim Aussteigen mitzunehmen oder sie sich nach dem Aussteigen von der Beifahrerseite des Fahrzeugs aus zu holen. Denn wenn auf der Fahrbahnseite eines haltenden oder parkenden Kfz Verkehr herrsche, dann gehöre es zur Gefahrenminderungspflicht des nach links hin Aussteigenden, dass er die Tür nicht länger als unbedingt nötig offen lasse und sich auch nicht länger "als erforderlich" auf der Fahrbahn aufhalte.











