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Homologationsmodell für den Einsatz in Rennserien kommt im Herbst
Porsche 911 GT3 RS: Rennsportler mit Straßenzulassung
Diese Werte entsprechen dem aktuellen GT3, doch natürlich ist die RS-Variante nochmals schneller, jedenfalls einen Hauch: 4,2 statt 4,3 Sekunden reichen für die Beschleunigungsorgie auf Tempo 100, doch imposanter sind fast die 13,3 Sekunden, nach denen 200 km/h erreicht werden können. Das sind dann gerade mal knapp zwei Drittel der Höchstgeschwindigkeit, die für beide Modelle mit 310 km/h angegeben wird. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell von 2003 wird deutlich, wie groß, jedenfalls im Hinblick auf Motorsport-Belange betrachtet, die Verbesserungspotentiale noch immer sind: 381 PS, 4,4 Sekunden auf 100, 14,0 Sekunden auf 200 und 306 km/h Spitze waren damals der Stand.
Grund für die etwas bessere Fahrleistung ist einerseits ein enger gestuftes Sechsganggetriebe mit Einmassenschwungrad, andererseits steht "RS" natürlich auch wieder für eine Gewichtsreduktion. Unter anderem ein einstellbarer Heckflügel aus Carbon und die Verwendung von Kunststoff für Heckdeckel und -fenster ließen das Auto um 20 auf 1.375 Kilogramm "abspecken". Ein Leistungsgewicht von 3,31 statt 3,36 kg/PS ist der feine Unterschied.
Eigentlich liegt die Gewichtsreduktion noch etwas höher, doch fordert das um 44 Millimeter breitere Heckteil zusätzlichen Tribut. Es wurde von den Carrera 4-Modellen übernommen und ermöglicht durch eine breitere Spur positive Effekte für Wankstabilität und Querbeschleunigungspotential.
Auch im Interieur werden die sportlichen Ambitionen des Fahrzeugs deutlich, und zwar in einem wirklich sportlichen Sinne: Zwei Leichtbau-Schalensitze aus Kohlefaser-Verbundmaterial gehören ebenso zum Serienumfang wie das Clubsportpaket. Es besteht aus einem geschraubten Überrollkäfig und der Vorrüstung des Batteriehauptschalters. Ein Sechspunktgurt für den Fahrer sowie ein Feuerlöscher sind ebenfalls beigelegt. Die Innenausstattung ist in schwarz gehalten, wobei Dachhimmel, Lenkrad und Schalthebel mit Alcantara-Leder überzogen sind.
Gab es das Vorgänger-Modell nur in weißer Lackierung, stehen dieses Mal neben silbermetallic und schwarz für jene, die gerne auch mal auffallen, gegen Extra-Geld auch orange oder grün zur Wahl. Alle Schriftzüge sowie die Räder sind jeweils in den Kontrastfarben orange oder schwarz auf den Hauptlack abgestimmt. Bisher gab es sie nur in rot oder blau - in Anlehnung an den Ur-RS von 1972.
Das alles hat natürlich seinen Preis: Exakt 129.659 Euro wird der 911 GT3 RS in Deutschland kosten, wenn er im Herbst eingeführt wird. Das sind deutlich über 20.000 Euro Aufschlag gegenüber dem normalen GT3, der für alle, die die "Rundstrecke" eher meiden, sowieso die bessere Wahl ist. Selbst der 911 Turbo ist nur noch einen kleinen Respektabstand teurer - und dabei nochmal eine ganze Ecke schneller.












